Sonntag, 12. April 2015

Blackadder Raw Cask Finest St. Lucia Rum 1999 12 YO

(the English part is just below, just skip the German part) 


Herzlich Willkommen verehrte Leser.

Heute kommt mal etwas Abwechslung in die Bude, bzw. auf dem Blog. Nach einigen Demeraras und den zwei Jamaikanern von Flo, mit dem „Recommended by B.A.T.“ Sticker, kommen wir wieder einmal zur Insel St. Lucia! Rums von dieser Insel sind ja etwas gewöhnungsbedürftig und dürften wohl noch nicht vielen Genießern hierzulande munden. Ich selbst brauchte ja auch eine kleine Weile hierzu. Im heutigen Tasting knöpfen wir uns den Blackadder Raw Cask Finest St. Lucia Rum 1999 12 YO vor.

Zur Abfüllung: 

© E.H.
Diese Abfüllung ist ein Rum der „Raw Cask“-Serie von Blackadder. Was ist das nun? Whisky-Genießer kennen dies vermutlich schon und denen erzähle ich nix Neues. Hinter „Raw Cask“ verbirgt sich eine Marke, welcher der Blackadder International Limited gehört. Was hat es damit aber genau auf sich? Ich zitiere mal von der englischenWebseite von Blackadder: 

Blackadder does not believe in chill-filtering or in colouring whisky. We believe that the purest is the best. Quite simply, Blackadder RAW CASK is every bit a Blackadder whisky but even more so. We use a special bottling process to make sure that each and every bottle of Blackadder RAW CASK contains its own share of the cask sediments as well as of natural oils and fats that might otherwise be left behind when filling a cask strength whisky straight from cask. This ensures the maximum possible natural flavour is in each and every bottle. The only thing we do when bottling is to use a small filter to ensure that splinters of wood from the cask do not inadvertently pass into the bottle." 

Dies heißt, dass der gesamte Rum des Fasses mit den hölzernen Sedimenten vermischt wurde und abschließend erst dann abgefüllt wurde, um zu garantieren, dass jeder Rum die maximal mögliche Menge an Fassaromen mitbekommt. Der Grundgedanke sagt mir schon einmal sehr zu. Allerdings dürfte dieser Fassgeschmack für viele wohl etwas ungewohnt sein. Vor allem wenn man nur unreife Whiskies / Rums oder sogar nur Süßrums kennt. Mit Zucker kann man diese Holzaromen ja sehr gut im Zaum halten und / oder überdecken. Ich muss allerdings gestehen, dass ich von der Annahme ausging das jeder Unabhängige Abfüller dies so tut. Auch bei Cadenhead findet man in der Dated Distillation Serie Sediment auf dem Flaschenboden vieler Abfüllungen. Zwar ist dieser sehr fein, aber doch immerhin vorhanden. Nur grobe Holzstücke werden entfernt, damit man beim Genießen keine bösen Überraschungen erlebt. Leider habe ich noch nie ein altes Rumfass gesehen, dass man frisch entleert hat und habe auch noch nie den entleerten Rum voller Holzstücke und Sediment zu Augen bekommen. Aber gut, genug davon.
Dieser Rum aus St. Lucia stammt aus dem Batch von 1999. Aus diesem kamen bereits zwei Rums auf BAT vor, von denen ich einen hier vorgestellt habe. Es war der Cadenhead Green Label St. Lucia 11 YO mit 46%. Flo hatte den Cadenhead Dated Distillation St Lucia Distillers SLJD 9 YOmit 70,8% vorgestellt. Dies ist nun der dritte Rum von dieser Insel auf B.A.T.. Dieser Stil ist für mich persönlich die Vermischung zweier verschiedener Stile. Aber dazu später etwas mehr. Diese Abfüllung bestand aus einem einzigen Fass, welches 244 Flaschen in Fassstärke hervorbrachte. Diese sind nun nach knapp drei Jahren fast vollständig verschwunden. Sagt das schon etwas über die Qualität des Inhalts aus? Nicht unbedingt, aber es könnte dennoch ein Hinweis sein. Auch Berry Bros & Rudd, Moon Import und Murray McDavid (via Renegade) füllten Rums aus diesem Batch ab. Allerdings habe ich noch keinen Rum eines UAs von vor 1999 von dieser Insel gesehen. Betraten hier die großen Importuere in Europa Neuland, indem sie Fässer dieses Rums kauften? Anscheinend waren sie sehr angetan. Es wurden nämlich auch in den Folgejahren 2000, 2001, 2002 und 2003 Rums von dort importiert. Zumindest habe ich keine älteren Abfüllungen vor 1999 finden können. Ich bin sehr gespannt auf die Zukunft. Aber genug geschwafelt: Beginnen wir mit dem eigentlichen Tasting! 

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Verkostung Blackadder Raw Cask Finest St. Lucia Rum 1999 12 YO:

Preis: Der Rum rangierte zwischen 80 und 110€. Das sind schon Hammerpreise für einen 12 Jahre alten Rum.

Alter: Destilliert wurde der Rum im Juni 1999 und abgefüllt im Mai 2012. Das offizielle Alter beträgt 12 Jahre. Nur ein Monat mehr und er wäre 13 Jahre alt gewesen.

Alkoholstärke: Der Rum hat selbst nach mehr als 12 Jahren immer noch 68,2% vol. Dies riecht nicht unbedingt nach einem Gaumenschmeichler.

Destillationsverfahren: Dieser Rum wurde, das wissen wir bereits von anderen Rums aus diesem Batch, in einer Pot Still destilliert.

Farbe: Die Farbe ähnelt einem dunklen Bernstein. Das ist schon kein goldener Farbton mehr. Für 12 Jahre war das Fass sehr aktiv, d.h. es hatte noch ordentlich Aromastoffe in sich und wurde nicht komplett in der Bourbon-Whisky Nutzung ganz ausgelutscht.

Viskosität: Der Rum fließt in dicken Schlieren zurück zum Boden. In Slow-Motion-Manier fließen dicke Tropfen behäbig an der Glaswand hinab. Die Öligkeit vom Fass ist sehr gut vorhanden.

Nase: Eine wahrlich bezaubernde Nase. Ich rieche eine wunderbare Fruchtigkeit, die alle anderen Geruchsnuancen überlagert ohne sie komplett zu erdrücken und doch ist sie mehr als nur präsent. Was man wahrnimmt sind lauter exotische Früchte, wie ganz stark Papayas, schwach Bananen und ganz minimal Ananas. Durchzogen werden diese Früchte von einer feinen Vanillenote, welche für mich eindeutig aus dem Fass stammt. Nähert man sich zu schnell mit der Nase, dann könnte sie einem fast entgehen. Weiter weg vom Glas kann man sie am besten riechen. Neben der Fruchtigkeit lauern noch Minzaromen und andere Kräuter. Minimal fühle ich mich hier an den Geruch einer Cola erinnert. Aber hier ist der Geruch eher schwach vorhanden. Zu all diesen geschilderten Eindrücken kommt noch eine große Portion Zuckerrohr. Diese Abfüllung erinnert mich an den französischen Stil des Rhum Agricole. Die Süße ist dezent und nicht zu stark. Man merkt allerdings auch den Alkohol ein wenig in der Nase. Er kann sich bis tief in die Nase weit einbrennen. Aber auch kein Wunder, reden wir hier doch von 68,2%vol. So etwas findet Sie nach 12 Jahren reife bei Whiskys wohl eher nicht.

Gaumen: Wumms! Der Alkohol brennt am Gaumen und drischt geballt darauf ein. Man schmeckt eine wunderbare und doch dezente Süße neben dem Brennen des Alkohols. Ich schmecke exotische Früchte, mit einer guten Portion Zuckerrohr und minimal Minze. Nach einigen Sekunden, nachdem der Rum im Mund verdünnt wurde, lässt das Brennen nach und die Frucht, vermischt mit Zuckerrohr kommt voll zur Geltung. Seien sie hier noch einmal gewarnt: Der Rum regt die Speichelproduktion im Mund enorm an. Er ist definitiv nichts für Genießer, welche ihre erste Cask-Strength Abfüllung suchen, geeignet. Wer dieses Brennen „aushält“, der wird mit einem im Vergleich dazu milden Ende des Gaumens belohnt, welches immer noch voller Aromen strotzt. Auch Toffee und ein bisschen Leder kann ich nun schmecken. Am dominantesten ist und bleibt aber die Frucht und das Zuckerrohr. Dies ist St. Lucia in einer sehr delikaten Form. Sehr gute Balance. Man schmeckt auch ganz minimal Eichenaromen, neben der Minze und dem Zuckerrohr, die allerdings nicht gegen die anderen Aromen klar zum Ausdruck kommen. Das Fass war nicht zu dominant. Im Vergleich zu scharfen und unreifen Rums dieses Stils, wie den Plantation St Lucia 2001, ist dies hier ein sehr reifer und komplexer Rum, der keines Finishs mehr bedurfte um zu glänzen. Die hohe Trinkstärke ist für unerfahrene Genießer allerdings abschreckend.

Abgang: Der Abgang startet weder süß noch bitter. Zarte Fruchtaromen huschen über den Gaumen, gefolgt von Zuckerrohr und einem Hauch von Minze. Der Abgang ist relativ lange und nicht trocken. Zum Ende hin schmeckt man mehr das Zuckerrohr, die Minze und eine gute Portion Eiche. Hier ist absolut keine Bitterkeit feststellbar. Die Süße wurde allerdings komplett durch die Verdünnung im Mund zum Verschwinden gebracht. Was verbleibt sind vage Aromen von Zuckerrohr und Minze im Mund.

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© E.H.
Fazit: Eine sehr delikater Melasse-Rum des britischen Stils mit einer klaren Verwandtschaft zu Rhum Agricole. Bei einem kleinen und privaten Tasting im München wurden allerdings meine Befürchtungen bestätigt und die anderen beiden Teilnehmer waren mit diesem Stil ein wenig „überfordert“. Man muss allerdings erwähnen, dass sie den Cadenhead Green Label St. Lucia 11 YO im Glas hatten und nicht diese Wuchtbrumme, die im Vergleich zum Cadenhead einfach nur brachial am Gaumen einschlägt und auch mehr Aromen in sich verbirgt, als eine 46% Version aufbringen kann. Den Teilnehmern war ein Long Pond in Fassstärke weniger extrem und mehr gefälliger. Gut, Geschmäcker sind nun einmal verschieden und jeder hat seine eigenen Vorlieben und / oder Aversionen. Was mir nun nach über 2 Jahren Gewöhnungszeit mehr als mundet, ist dem Anschein nach, vielen anderen Genießern entweder zu extrem oder zu ungewöhnlich und sie werden hiermit (noch) nicht warm. Sollten sie hierzu gehören, dann seien sie beruhigt: Ich hasste diesen Stil beim ersten Dram und konnte nichts mit ihm anfangen. Ich schätze der Gaumen und der eigene Geschmack muss sich einfach langsam weiterentwickeln und über die Jahre des Probierens verfeinern. Natürlich gibt es keine Garantie, dass man diesen Stil eines Tages dann doch mögen wird. Möglich ist es allerdings in meinen Augen. 
Schade das diese Abfüllung verschwunden ist. Sie hatte sich knapp zwei Jahre in Europa gehalten, bevor sie letztes Jahr (fast) verschwunden ist. Eine letzte Quelle kannte ich noch, aber diese führt den Rum seit kurzem nicht mehr. Das war's dann wohl. Eine verfügbare Alternative von Duncan Taylor aus 2002 werde ich zeitnah hier vorstellen. Aber eines kann ich schon vorwegnehmen: Sie sind nicht identisch. Eine Kaufempfehlung erübrigt sich leider dank des Ausverkaufs. Der durchschnittliche hohe Preis dieser Rums aus St. Lucia lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Importkosten wohl nicht ohne waren. 80-110€ für einen Rum aus dieser Insel in Fassstärke mit 12 Jahren Reife? Das ist schon eine Kampfansage. Auch Duncan Taylor bietet diesen Stil nicht viel billiger an. Für die nächsten Jahre dürfte dieser Stil wohl noch ein Geheimtipp bleiben, auch aufgrund des gewöhnungsbedürftigen Geschmacksprofils. Vielleicht ändern zukünftige Abfüllungen hieran etwas. Ich hoffe es werden noch weitere Rums von dieser kleinen Insel ihren Weg bis nach Europa schaffen. Wie die offiziellen Abfüllungen von St. Lucia Distillers schmecken weiß ich noch nicht, aber hier dürfte es sich ähnlich, wie bei Mount Gay verhalten. Extreme Einzelfassabfüllungen wie diese hier, werden sie nur in minimalen Mengen in diesen Blends vorfinden. Vorausgesetzt natürlich sie wissen, wonach es Ausschau zu halten gilt. In diesem Sinne Tschüss und bis zum nächsten Mal auf B.A.T.!

Marco


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Welcome dear readers.

This time we have some variety in our shanty, or on the blog, if I may say so. After a few Demeraras and the two Jamaicans with the "Recommended by BAT" stickers reviewed by Flo, we come again to the little island of St. Lucia! Rums of this island are indeed something you havee to getting used to and should probably not be liked by many people. Not yet, at least. It took even me a little while to like this style of rum. In today's tasting will be thoroughly scrutinise the Blackadder Raw Cask Finest St. Lucia Rum 1999 12 YO.

The Bottling: 

© E.H.
This bottling is a rum from the "Raw Cask" series of Blackadder. What's this now? Whisky connoisseurs probably already know this, and I'll tell you nothing new. Behind "Raw Cask" hides a trade mark, which belongs to the Blackadder International Limited. What is that exactly about? I quote times from the English website of Blackadder: 

Blackadder does not believe in chill-filtering or in colouring whisky. We believe that the purest is the best. Quite simply, Blackadder RAW CASK is every bit a Blackadder whisky but even more so. We use a special bottling process to make sure that each and every bottle of Blackadder RAW CASK contains its own share of the cask sediments as well as of natural oils and fats that might otherwise be left behind when filling a cask strength whisky straight from cask. This ensures the maximum possible natural flavour is in each and every bottle. The only thing we do when bottling is to use a small filter to ensure that splinters of wood from the cask do not inadvertently pass into the bottle." 

This means that the whole rum of the barrel was mixed with the wooden sediment and was finally only then bottled to ensure that each rum becomes the maximum possible amount of barrel flavours. I like the the basic idea. However, this barrel taste is probably somewhat unfamiliar to many customers. Especially when you only know immature whiskies / rums or even only sweetened premium rums. With sugar those heavy wooden flavours can be covered up very good or hidden away in the flavour profile. I must admit though, that I started from the assumption that each independent bottlers do it that way by bottling the rums with wooden sediments. Even in bottlings in the Dated Distillation series from Cadenhead you will find these sediments on the bottom of the bottle of many bottlings. Though, these sediments are very fine. Only rough pieces of wood are removed so that you experience not any nasty surprises while enjoying the dram. Unfortunately, I've never seen an old rum cask that has been freshly emptied and I have never seen the emptied rum full of sediment with my own eyes (besides the content of bottles). But enough of that.
This rum from St. Lucia comes from the batch of 1999. Two rums of this batch have already been reviewed on BAT, of which I had one. It was the Cadenhead GreenLabel St. Lucia 11 YO 46%abv. Flo had reviewed the Cadenhead DatedDistillation St Lucia Distillers SLJD 9 YO 70.8%abv. This is now the third Rum from this island on BAT. This style is for me personally the mingling of two different styles. But more on that later. This bottling consisted of one barrel, which produced 244 bottles at cask strength. These are now almost completely disappeared after nearly three years on the market. Does that have any meaning about the quality of the content inside? Not necessarily, but it could still be a clue. Also Berry Bros & Rudd, Moon Import and Murray McDavid (via Renegade) bottled rums from this batch. However, I have never seen a rum bottled by an independent bottler prior to 1999 coming of this distillery. Have the big importers in Europe experimented a little bit by importing rums from St. Lucia in this particular year? Apparently they were impressed. They imported more rums in the following years, namely 2000, 2001, 2002 and 2003. At least I could not find any older bottlings prior the year 1999. I am very excited about the future of this style. But enough chit-chat: Let's start with the actual tasting.

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Tasting Blackadder Raw Cask  Finest St. Lucia Rum 1999 12 YO:

Price: The rum was listed between 80 and 110 € by various shops. These are indeed big prices for a 12 year old rum.

Age: The rum was distilled rum in June 1999 and bottled in May 2012. The official age is 12 years. Only a month more and he would have been 13 years old.

ABV: The rum was bottled with 68.2%abv. Even after 12 years the cask-strength was very high. This rum appears not to be an appetisers.

Process of distillation: This rum was, as we already know from other rums from this batch, distilled in a pot still.

Colour: The colour is similar to dark amber. That's not a golden hue more. For 12 years the barrel was very active. It had a good amount of flavours in it and was not quite completely sucked dry in the Bourbon Whiskey industry.

Viscosity: The rum is flowing in thick streaks back to the ground. In slow-motion style thick drops are flowing lazily down to the glass wall. The oiliness from the cask is apparently very high.

Nose: A truly charming nose. I smell a wonderful fruitiness that overlaps any odor nuances without completely overwhelm them and yet it is more than just present. What you are able to notice are exotic fruits such as quite strong papaya flavours, weak nuances of bananas and quite minimal hints of pineapples. The fruits are intermingled with a fine touch of vanilla, which comes clearly from the barrel. It taste really natural. You can almost miss it, when approaching the glass too fast with the nose. Further away from the glass, you can smell it best. In addition to the fruitiness there are still lurking mint flavours and other herbs. I know this sounds now odd, but I am reminded a little bit of the smell of a Coke. On all these impressions mentioned yet is a large portion of sugar cane. This bottling reminds me of the French style of Rhum Agricole. The sweetness is decent and not too strong. However, there is still the presence of alcohol in the nose. It might burn its way deep into the nose. But no wonder. We are talking about of 68.2% abv. Try and find a whisky with an age statement of 12 years and this high strength.

Palate: Oomph! The alcohol burns on the palate is threshing wildly on the tongue. You can taste a wonderful yet subtle sweetness in addition to the burning from the alcohol. I taste exotic fruits, with a good dose of sugar cane and minimal nuances of mint. After a few seconds, after the rum was diluted down in the mouth, the burning decreases and the fruit, mixed with sugar comes more forth. Be warned again: The rum stimulates the production of saliva in the mouth enormously. He is definitely not made for connoisseurs who are looking for their very first Cask-Strength bottling in their life. Everyone who "endures" this burning on the palate will be rewarded with a mild taste, which still is bursting with flavours. Also, I can now taste toffee and a touch of leather. The most dominant and remaining flavours is the fruitness and the sugar cane. This is St. Lucia in a very delicate form. A very good balance. It also taste quite minimal oak flavors, in addition to the mint and the sugar cane. But these oak flavours are quite hard taste against these other flavours. the barrel was not too dominant. Compared to sharp and immature rums of this style, such as the Plantation St Lucia 2001, this one here is a very mature and complex rum, that would never have needed any finishing (or 'pimping') of any kind. The high drinking strength, however, is daunting for inexperienced rum-lovers.

Finish: The finish starts neither sweet nor bitter. Delicate fruit flavours scurry across the palate, followed by sugar cane and a hint of mint. The finish is relatively long and not dry. Toward the end, you can taste sugar cane, mint and a good portion of oak. You will find no bitterness at all. The sweetness has, however, completely disappeard by the dilution in the mouth. What remains are vague aromas of sugar cane and mint in your mouth. 

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© E.H.
Conclusion: A very delicate molasses rum of the British style with a clear relationship to Rhum Agricole. In a small and private tasting in Munich my fears were confirmed. The other two participants were a little "overwhelmed" with this style. But you have to mention that they “only” had the Cadenhead Green Label St. Lucia had 11 YO in the glass and not this one, who just brutally strikes on your palate if compared with Cadenhead. It also had a lot more flavours to offer than the Green Label bottling. The participants were more attracted to a Long Pond at cask strength, which was less extreme and more pleasing. Well, tastes are so very different and everyone has their own preferences and / or aversions. After over 2 years of tasting I have grown a taste for this kind of style. But it is more than likely that many other connoisseurs will find these rums either extreme or unusual. If this includes you, then be rest assured: I hated that style at first and could not do anything with it. I assume that the personal palate and taste simply has to evolve and to refine over the years. Of course there is no guarantee that you will like this style one day after all. It is, however, possible in my opinion. 
Too bad that this bottling is gone. It was approx. two years available in Europe before it almost disappeared last year. A recent source I knew is also now gone for good. However, there is an alternative available bottled by Duncan Taylor from 2002. I will review this rum on the blog in a timely manner. But I can tell you this in advance: The alternative is not identical to this one. There are differences in the flavours. Unfortunately, a BUY recommendation is unnecessary thanks to the buyout. The average high price of rums from St. Lucia let me come to the conclusion that the cost of imports were pretty high. 80-110 € for a rum from this island at cask strength with 12 years maturity? That's quite a challenge. Duncan Taylor also offers this style not much cheaper. For the next few years, this style is likely to remain an insiders' tip, also because of the fact that most connoisseurs have to getting used to the flavour profile (I assume). Maybe future bottlings will bring a change, who knows. I hope there will be more rums from this small island bottled by independent bottlers in Europe. Unfortunately, I don't know how the official bottlings from this distillery will taste and what flavours they are offering. But I expect it will be the same way as it was with rums from the Mount Gay distillery (Barbados). The flavour profiles of pot still single cask bottlings are only to be found in little amounts in those blends. Provided of course only if you do know what it is you have to look for. ;) That's it for today. We will see us again soon. Cheers! 

Marco

Sonntag, 29. März 2015

The Rum Cask Jamaica Rum from Hampden 16 YO (1998 - 2015), 64,3% vol.

(the English part is just below, just skip the German part)

Liebe Rum-Gemeinde,

nachdem ich euch letzte Woche den ersten zweier neu erscheinenden Jamaica Rums bei The Rum Cask vorgestellt habe, einen 9 jährigen Worthy Park aus 2005 in Fassstärke, folgt heute der zweite. Dass es sich bei diesem um einen Hampden Rum handeln würde hatte ich ja bereits durchblicken lassen, ansonsten hielt ich mich mit Informationen allerdings bedeckt. Bis jetzt ;) 

Wie ihr der Überschrift bereits entnehmen konntet, handelt es sich bei der Neuerscheinung um einen Hampden Rum in nicht mehr ganz jungem Alter und in Fassstärke. Letztere ist bei Hampden in meinen Augen das Sahnehäubchen, welches Rums speziell dieser Destillerie immer noch eine Sphäre höher trägt. 
Das Batch aus dem Jahr 1998 ist ein bisher nahezu unbekanntes. Einzig Alambic Classic führt ebenfalls einen Rum dieses Batches, allerdings nur mit 45% vol., was bei Hampden leider immer eine spürbar angezogene Handbremse bedeutet. 
Das Auftauchen dieses neuen Jahrgangs von Hampden ist insofern ungewöhnlich, als dass aus dem zwei Jahre jüngeren Jahrgang 2000 seit inzwischen sieben Jahren schon unzählige Fässer am Markt aufgetaucht sind. Aus 1998 ist hingegen bisher nichts erschienen, zumindest von keinem der ca. 30 bekannten Jamaica Rum abfüllenden unabhängigen Abfüller. Die beiden Abfüllungen von Alambic und nun von The Rum Cask sind mit 16 Jahren also die jüngsten bekannten Rums dieses Batches, während es aus anderen Jahrgängen auch bereits sehr junge Rums mit unter 10 Jahren Reife gegeben hat. Weshalb das so ist, wieso die Fässer nicht früher in die Flaschen gelangten kann ich nicht sagen. Nun aber ist dieses Batch auf 200 Flaschen verteilt verfügbar und ich werde es mir einmal näher ansehen.

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Verkostung des The Rum Cask Jamaica Rum from Hampden 16 YO (1998 - 2015), 64,3% vol.


Preis: 0,5 Liter des 16 jährigen Hampden werden im The Rum Cask Shop 49,90 Euro kosten.  

Alter: der Rum wurde 1998 destilliert und Anfang 2015 abgefüllt. Damit ist er volle 16 Jahre alt. 

Alkoholstärke: 64,3% vol. misst der Rum. Das bedeutet die volle Fassstärke. 

Destillationsverfahren: it's Hampden. It's Pot Still ;)

Farbe: ein satter Goldton, heller Bernstein.

Viskosität: weite, unregelmäßige, dünne, allerdings fetter werdende, Schlieren, der Rum beißt sich am Glas fest, stark ölige Viskosität. 

Nase: Woah! This! Is! Hampden! Nicht mal mit stark verschnupfter Nase bestünden hier ernsthafte Zweifel was sich im Glas vor mir befindet, ein Ester-Monster vor dem Herrn. Er hat nicht ganz so viele davon wie das 1990er Batch, aber an das legendäre 1992er Batch schließt er nahtlos an. Das dürfte definitiv ein Continental Flavoured Rum sein, also ein Rum des Marks HLCF. 
Die Nase ist wahnsinnig voll, ich habe dazu noch viel gegrillte Ananas, natürlich Banane, eine leichte Zitrusnote und etwas, was irgendwie erdig anmutet. Dazu kommt eine schöne Note vom Holz, die sehr harmonisch eingebunden ist. Hammer!

Gaumen: wie immer bei Hampden stellt sich erstmal dieses Zaubertrank-Feeling ein. Der Rum ist sehr mundfüllend und reichhaltig, ölig-cremig, zu Beginn leicht brennend, dann milder werdend. Heavy Bodied. Eine erdige Komponente ist da, aber auch der aus Hampden bekannte Obstkorb, in dem sich vor allem Bananen und Ananas befinden. Der Einfluss vom Holz ist da, aber nicht dominant, sondern schön eingebunden. Tolle Ballance! Würzig. Voller Power. 

Abgang: gewohnt lang, esterig und intensiv. Neverending Story. 

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Fazit: In ya Face! Dieser Rum und diese Destillerie ist einmal mehr der blanke Wahnsinn! Hampden in Bestform zu einem Best-Preis. Auf 0,7 Liter umgerechnet wäre man hier ganz leicht unter 70 Euro. Das sind Preise, von denen man sich eigentlich schon vor ein paar Jahren verabschiedet hatte. Was kann man also falsch machen? Nichts, mit Ausnahme eines zu lange anhaltenden Zögerns beim Bestellen eventuell. Denn die Rum Gemeinde hat sich stark vergrößert. 200 Flaschen zu einem so guten Preis sind eine echte Limitierung und ich wage die Prognose, dass dieser Rum, dieser Kracher, nicht so arg lang am Markt verfügbar sein wird. Klare Kaufempfehlung. Recommended by Barrel Aged Thoughts. 
Und wieder gilt auch hier: wir sind ein unabhängiger und unbestechlicher Blog, der die Herausstellung maximaler Qualität zum Ziel hat. Daher war uns die Wahrung unserer Unabhängigkeit bei diesem Projekt ein großes Anliegen und wir freuen uns sagen zu können, dass wir den Rum nicht deshalb empfehlen, weil unser Name mit auf dem Etikett steht, sondern, dass unser Name auf dem Label steht, weil wir den Rum abgefüllt sehen wollten und ihn empfehlen. Und wir danken dem Team von The Rum Cask an dieser Stelle für das in uns gesetzte Vertrauen!

So. Ist das jetzt das Ende? Natürlich nicht! Denn wer mich kennt, der weiß natürlich, dass ich nicht widerstehen konnte und den Rum natürlich auch in meinem Lieblingsdrink, dem Mai Tai, ausprobieren musste ;)


Mai Tai mit The Rum Cask Jamaica Rum from Hampden 16 YO:

Mai Tai mit The Rum Cask Hampden 16 YO (1998 - 2015)
Farblich steht ein Mai Tai vor mir, wie ich ihn schon unzählige Male im Glas hatte. Milchig, leicht grünlich von der Limette, leicht gelb vom Rum, dem Curacao (Pierre Ferrand Orange Curacao) und vom Orgeat (Meneau) und vor allem aber sehr hell. 
Geschmacklich erlebe ich dagegen außergewöhnliches. Nicht, weil ich noch nie so einen guten Mai Tai gehabt hätte, das kann man wirklich nicht sagen, dafür hatte ich einfach schon alle bekannten Jamaica-Referenzen in diesem Drink um da ein Alleinstellungsmerkmal zu erlangen, aber weil er sich eben auch nicht schlechter macht, als einige außergewöhnlich gute Rums vor ihm, die man allerdings schon lange nicht mehr kaufen kann. Das macht ihn vermutlich zum derzeit besten, verfügbaren Kandidaten für diesen Drink. Und für welchen Preis nochmal? Bingo! 
Der Rum drückt dem Mai Tai seinen Stempel auf, so wie man das von einem guten Hampden erwartet. Gleichzeitig kommen die anderen Zutaten aber immer noch durch und setzen ihn so in Szene. Ich spiele häufig mit diesem Bild, ich weiß, aber es beschreibt für mich einfach am besten, was in diesem Drink geschieht mit diesem Rum und diesen erstklassigen Begleitern. 
Trotz der Fassstärke sind auch größere Schlücke möglich, ohne, dass einen der Alkohol dabei völlig erschlägt. Der Drink verwässert wenig, was aber auch kein Problem darstellt, da er das Schmelzwasser bei gutem Mischungsverhältnis nicht so sehr nötig hat. Dadurch bleibt der tolle Geschmack lange erhalten und verlangt keinen allzu kurzen Genuss. 

Fazit: auch wer einen Rum für den Mai Tai sucht und auf den puren Genuss eher zweitrangig guckt, der sollte sich den TRC Hampden 16 YO einmal genauer ansehen. Günstiger bekommt man derzeit definitiv keinen vergleichbaren oder besseren Rum für diesen Drink und auch wer bereit ist mehr Geld in die Hand zu nehmen wird lange suchen müssen um einen besseren Kandidaten zu finden. Dann wird es aber schon mindestens dreistellig und das ganze dürfte auf eine Sammlerflasche längst vergangener Tage hinauslaufen. Ob dieser Rum dann besser ist? Vielleicht etwas exklusiver, aber besser? Ich habe starke Zweifel. Denn der vor mir stehende Mai Tai ist einfach unfassbar auf den Punkt und erhält damit die vollen 10 Punkte von mir. Die haben vor ihm nur der LPS Long Pond 2nd Release, der Duncan Taylor Hampden 1990 und der Cadenhead's IRW 18 YO erhalten. Keiner dieser Rums ist noch verfügbar. Daher auch hier: uneingeschränkte Kaufempfehlung! 

Mit besten Grüße und einen schönen Sonntag,
Flo


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Dear rum community,

last week I introduced to you the first of two newly Jamaica bottlings from “The Rum Cask”. It was a 9-year Worthy Park from 2005 in cask strength. Today's review is about the second rum. That would be, as I already hinted last week, a rum from the Hampden distillery. But that was about it. Now we are getting more into detail. ;)
As you have already seen in the headline, it is not a young rum from Hampden and it is being bottled in cask-strength. This is very importing when it comes to the Hampden distillery. Rums in cask-strength from Hampden were and are always the cream of the crop when it comes to Jamaica rums from this distillery.The Batch of 1998 is almost unknown. Only one bottling in the “Alembic Classic”-series also had a rum from this batch, but only bottled with 45%abv. Which unfortunately is always a noticeable handicap when it comes to Hampden.
The emergence of this new vintage of Hampden is very unusual, considering that there were a great many bottlings from the 2000 vintage. The year 2000 brought as a lot of bottlings. When it comes to 1998, however, nothing had been published. At least no one of the approx. 30 independent bottlers did make a bottling from this year to the best of my knowledge. Those two bottlings from Alembic Classic and The Rum Cask are 16 years old and therefore the youngest ones from this batch. This is very surprising given the fact there are a lot of younger rums from other vintages with a, let say, 10 year maturity and less. I can't say why there had not been any other bottlings from other independent bottlers with this particular vintage. But anyways, this share of the cask which has been bought by the chaps from The Rum Cask will produce 200 0,5l bottles. Lets take a closer look now at the actual rum.



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Tasting The Rum Cask Jamaica Rum from Hampden 16 YO (1998 - 2015) 64,3%abv

Price: 0.5 liters of this 16-year-old Hampden will cost 49.90€ in The Rum Cask Shop.

Age: The rum was distilled in 1998 and bottled in the first months of 2015. His maturity is thereby at least 16 years.

ABV: The rum is being bottled with 64.3%abv. This means this is the full cask strength.

Process of distillation: It's Hampden. So it's a pot still rum. ;)

Colour: The rum shines in a rich golden colour. Almost like light amber.

Viscosity: Wide, irregular, thin, fat streaks are forming on the glass. The rum sticks almost firmly on the glass. It has a strong oily viscosity.

Nose: Woah! This! Is! Hampden! No doubts whatsoever. Not even a strong closed nose during a cold or flu could produce any doubts about his origin. This is a high-ester monster. He does not have quite as many esters as the rums from the 1990 batch, but this bottling easily joins the legendary 1992-batch seamlessly. This should be definitely a Continental flavoured rum. A rum with the Mark H.L.C.F.. The nose is intensily compact and full of flavours. I smell grilled pineapples, bananas and of course a slight citrus note. In addition I also smell a earthy flavour and a beautiful touch of wood, which is very balanced and well integrated into the rum. Blimey!

Palate: As always with rums from Hampden you get this magic potion feeling in the mouth. The rum is very mouth-filling, rich, oily-creamy and slightly burning at the beginning. Then it's becoming milder. A heavy bodied rum. An earthy component is also in there, but also known from Hampden, the rum is like fruit basket, which mainly consists of bananas and pineapples. The influence of wood is present, but not dominant. It's well integrated. Great Ballance! Spicy. Full of power.

Finish: It lingers on and on and on. Very estery and intense. It's like a neverending Story.

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Conclusion: In ya Face! This rum distillery and their rums are sheer madness! This is Hampden in a top form at best price. Converted into 0.7 liters per bottle the price would be very slightly below 70 €. These are prices were very common a few years ago. So what can you do wrong? Nothing, except possibly a too long lasting hesitation in ordering. The rum community has increased greatly. 200 bottles may not last long enough at this fair price, considering the offered quality. I am predicting that this rum will be sold out sooner than any other bottling from Hampden before. I give herby a buy recommendation to all Hampden lovers out there. This rum is "Recommended by Barrel Aged Thoughts". 
I want to emphasise the following: we are an independent and incorruptible blog that has the aim of recommend the best quality to all the buyers out there. Therefore we safeguard our independence in this project was a major concern and we are pleased to say that we do not recommend the rum because our name is on the label, but that our name is on the label because we wanted to see the rum bottled and therefore we recommend it. And at this point we want to thank the team of “The Rum Cask” for the trust they placed in us thus far!
So, is this The End now? Of course not! I could not resist to mix this pretty baby in my favourite drink: the Mai Tai. ;)

Mai Tai with The Rum Cask Jamaica Rum from Hampden 16 YO: 

Mai Tai mit The Rum Cask Hampden 16 YO (1998 - 2015)
The drink has a colour like I have it seen countless times before this rum. Milky, slightly greenish from the lime, light yellow from the rum, the Curacao (Pierre Ferrand orange curacao) and the orgeat (Meneau) and above all: it is very bright. The taste, however, Is very exceptional. Not because I never had such a good Mai Tai before in the glass. I had a great many drinks like this and some of them were really astonishing and an absolute Jamaican reference. It is not unique because he is not just worse or better than the other superb ones, but because he is available. The other ones are long gone. Their history. That makes him the currently best candidates for this drink. And for what price again? Bingo! The Rum dominates the Mai Tai as one would expect it from a good Hampden. At the same time the other ingredients are fitting perfect into the whole drink. Despite the cask-strength larger sips are still possible. It is not too dominating the Mai Tai. The drink is not watered down after a little while, but this is not a problem, since the melt water from the ice is not necessary for a good mixing ratio. Thus the great taste remains long and does not require a too short enjoyment.

Conclusion: Even for someone who is looking for a rum fitted for the Mai Tai and who is not primary interested in pure pleasure, should take a look at the TRC Hampden 16 YO. You can't get a cheaper or better fitted rum for the Mai Tai at present. Also those who are willing to invest more money for a expensive and special drink would have to look for a very long time to find a proper comparative candidate. But then you would have to buy at least a three digit price. Thats the collectors range with rums full of bygone days. Would be such a collectible better in a Mai Tai? It will be definitely more exclusive, but better? I doubt it. The Mai Tai in front of me is just unbelievable and hits the spot exactly. I score this drink with 10 points. This score was only given to the LPS Long Pond 2nd release, the Duncan Taylor Hampden 1990 and the Cadenhead's IRW 18 YO. None of these rums are still available. They are gone for good. This is why I give this rum a buy recommendation. ;) 

Best wishes and a nice sunday to all of you,
Flo

Sonntag, 22. März 2015

The Rum Cask Jamaica Rum from Worthy Park 9 YO (2005 - 2015), 57,5% vol.


(the English part is just below, just skip the German part) 

Liebe Rum-Gemeinde,

wie bereits am 1. März in einem kleinen Teaser angekündigt, stehen zwei neue Jamaica Rums des unabhängigen Abfüllers "The Rum Cask" in den Startlöchern. Dass es sich dabei um einen Rum aus Hampden und einen aus Worthy Park handeln würde hatte ich schon verraten, mehr allerdings noch nicht; Zeit also, den ersten Vorhang zu öffnen! Zunächst wird es heute um den neuen Worthy Park gehen, der Hampden folgt dann nächstes Wochenende. 

Da das 2005er Worthy Park Batch noch weitestgehend unbekannt ist, war ich im Vorfeld sehr gespannt auf den Rum. Inwieweit würde er sich vom 2009er Batch unterscheiden, was macht die längere Reifezeit aus und wo liegen generelle Unterschiede zu anderen Jamaicanern? 
Gleichzeitig war das 2005er Batch aber auch das allererste, welches seit der Wiedereröffnung der Destillerie 2005 existierte. Dieses ist also gewissermaßen der Ur-Rum der neuen Destillerie. Leider ist nicht bekannt, ob er in Jamaica oder kontinental reifen durfte.
Der Rum wurde, wie schon einige vor ihm, in einer Zusammenarbeit zwischen The Rum Cask und Barrel Aged Thougths ausgewählt. The Rum Cask ist es dann glücklicherweise auch tatsächlich gelungen einen Teil dieses Batches zu bekommen und den Rum schließlich auf 200 Flaschen á 0,5 Liter abzufüllen. Das Ergebnis gibt es nun hier. 





Verkostung des The Rum Cask Jamaica Rum from Worthy Park 9 YO (2005 - 2015), 57,5% vol.:

Preis: 39,90 Euro wird eine Flasche á 0,5 Liter im The Rum Cask Shop kosten. 

Alter: der Rum lagerte zwischen 2005 und Anfang 2015 im Fass und ist somit 9 volle Jahre alt.

Alkoholstärke: Die ausgewiesene Stärke des Rums beträgt 57,5% vol., was der Fassstärke entspricht.

Destillationsverfahren: der Rum wurde in einer Pot Still der Destillerie Worthy Park gebrannt. 

Farbe: sehr intensives, leuchtendes Gold

Viskosität: sehr fetter Rum, seine Schlieren kleben förmlich an der Glaswand fest. 

Nase: schöne volle Nase, keinerlei alkoholische Schärfe. Sofort an den 4 Jahre alten Bruder des 2009er Batches erinnernd, allerdings wesentlich reifer. Dass der Rum mehr als doppelt so alt ist fällt sofort auf, die zusätzlichen 5 Jahre machen sich extrem bemerkbar. Bedenkt man allerdings, dass der Rum erst 9 Jahre alt ist und u.U. sogar kontinental gereift wurde, dann ist diese Reife schon sehr bemerkenswert. Das hatte ich im Vorfeld nicht erwartet und hier weist der Rum wiederum Parallelen zu seinem Bruder auf, denn auch dieser überraschte ja schon mit einer für 4 Jahre sehr außergewöhnlichen Reife. 
Mir kommen Bananenchips und Bananenkompott entgegen, gepaart mit Anis und leicht grasigen, vegetalen Komponenten. Eine schöne Note vom Holz und eine natürliche Süße runden das Gesamtbild der Nase ab. 

Gaumen: leichtes Brennen zu Beginn, frisch abgetrenntes Holz, etwas likörartige Süße und sehr mundfüllend und ölig-cremig. Danach kommt die volle Dröhnung Anis, die sich mit dem Holz toll ergänzt. Die Fruchtigkeit aus der Nase ist verschwunden und weicht den vegetalen und würzigen Eindrücken. 

Abgang: lang und trocken, frisches Holz und Anis verbleiben. 

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Fazit: ein nicht ganz gewöhnlicher Jamaica Rum. Für sein Alter ist er unfassbar reif, komplex und vor allem leicht zugänglich, rund. Ich habe nicht das Gefühl, ein nur halb reifes Destillat vor mir zu haben. Vom 4 YO, der letztes Jahr bei The Rum Cask unter dem Recommended by Barrel Aged Thougths Logo erschien, ist er meilenweit entfernt. Das hier ist kein Mixing Rum mehr. Er erinnerte in Teilen, vor allem im Abgang, sogar an Port Mourant aus Guyana und gefiel mir einfach ausgesprochen gut. Von mir gibt es an dieser Stelle daher also eine klare Empfehlung, insbesondere auch im Hinblick auf den Preis. Dieser ist ein Kracher und alles andere als selbstverständlich im High Quality Bereich der unabhängigen Abfüller. Ich bin schwer begeistert!.
Ein letztes Wort, welches ich so aus dem ersten Recommended by Barrel Aged Thougths Artikel übernehme: wir sind ein unabhängiger und unbestechlicher Blog, der die Herausstellung maximaler Qualität zum Ziel hat. Daher war uns die Wahrung unserer Unabhängigkeit bei diesem Projekt ein großes Anliegen und wir freuen uns sagen zu können, dass wir den Rum nicht deshalb empfehlen, weil unser Name mit auf dem Etikett steht, sondern, dass unser Name auf dem Label steht, weil wir den Rum abgefüllt sehen wollten und ihn empfehlen. Und wir danken dem Team von The Rum Cask an dieser Stelle für das in uns gesetzte Vertrauen!



Bis nächsten Sonntag,
Flo

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Dear rum community,

as announced in a little teaser on March 1st, two new Jamaica rums of the independent bottler "The Rum Cask" are on its way to hit the market. I already leaked to you, that it will be one rum from the Hampden distillery and the other one comes from the Worthy Park distillery. But that was it. Time to shed some light on this! At first I would like to review the rum from Worthy Park. The rum from the Hampden distillery will follow on the next weekend. 

Since the 2005's Worthy Park batch is still largely unknown, I was very excited before I got my hands on this rum. To what extent it would differ from the 2009 batch? How great would be the differences between a young and an older rum from Worthy Park, considering the longer maturation period and where are general differences to other Jamaican styles? At the same time the 2005 batch but was also the very first, which existed since the reopening of the distillery in 2005. This is so to speak the original rum of the new distillery. I do not know if this rum has been fully matured in Jamaica or in Europe are if there was a maturation in both places.

Like a few other rums before this rum represents a collaboration between The Rum Cask and Barrel Aged Thougths. The people behind The Rum Cask were finally able to get some of this batch. There will be 200 bottles with 0,5l. The result of this bottling lies actually before me.



Tasting The Rum Cask Jamaica Rum from Worthy Park 9 YO (2005 - 2015), 57,5% abv:

Price: The price for a 0,5l bottle will be € 39.90 at TheRumCask-Store (TheWhiskyCask)

Age: The Rum matured between 2005 and early 2015. The rum is thus at least 9 years old. Thats also the official age on the label.

ABV: The bottled strength of this rum is 57.5%abv. This should be the full cask-strength.

Process of distillation: The rum was distilled in a pot still at the Worthy Park distillery.

Colour: The rum shines in a very intense and brilliant gold in the glass.

Viscosity: The rum is very fat and oily. The streaks are sticking sold to the glass wall and are leaving an oily film on the wall.

Nose: Beautiful full nose. There is no alcoholic sharpness. Immediately I am reminded of the 4 YO younger rum from 2009. This one is much more mature. It is immediately apparent that is rum as more mature than twice the age of the younger version. It is extremely noticeable. This maturity is very remarkable, Considering that the rum is, however, only 9 years old and was possibly even matured Continental. I did not expect this, but this full maturity that is beyond the imprinted age on the label is another thing it has in common with the younger rum. The 4 YO had also a great maturity, which was very unusual for this age. I am reminded of banana chips and banana compote, coupled with anise and slightly grassy, vegetal components. A nice touch of wood and a natural sweetness are rounding up the nose.

Palate: There is a slight burning sensation at the beginning. Freshly detached wood, some mouth-filling liqueur-like sweetness. It is very oily and creamy. This is followed by a full shot of anise, which combines great with the wood. The fruitiness of the nose is gone and instead you have the vegetal and spicy impressions.

Finish: The Finish is long and dry. Fresh wood and anise are remaining in the mouth.


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Conclusion: This is not an ordinary Jamaica rum. Considering his age he is incredibly mature, complex, round and above all easily accessible. I do not feel to have a half-ready distillate in my glass. He is miles away from the 4 YO, published last year under the Recommended of the Barrel Aged Thougths logo. This is not a mixing rum anymore. He is reminding me in parts, especially in the finish, of Port Mourant-style from Guyana and I simply liked the rum very much. I give this rum a clear buy recommendation.Specially when you take a close look at the price for the offered quality.  This is a very good rum with a high quality. Other bottlers would have made a higher pirce. I must confest I'm impressed about the price policy of The Rum Cask.

One last word, which I assume so from the first Recommended by Barrel Aged Thougths article: we are an independent and incorruptible blog that has the aim of maximum quality. Therefore we safeguard our independence in this project was a major concern and we are pleased to say, that we do not recommend the rum because our name is on the label, but that our name is on the label because we recommend to bottle the rum. And we thank the team of “The Rum Cask” at this point for the trust placed in us! 



Until next Sunday,

Flo