Sonntag, 25. Januar 2015

The Rum Cask Guyana Enmore Distillery 24 YO

(the English version is below ; just skip the German part)

Herzlich Willkommen zurück auf BAT.

Ich habe einen weiteren Demerara im letzten Review angekündigt und hier ist er. Es handelt sich um eine weitere Abfüllung des unabhängigen Abfüllers „The Rum Cask“. Diese Abfüllung stammt noch aus der alten Enmore Destillerie. Es ist der TRC Guyana Enmore Distillery 24 YO.

Zur Abfüllung: 

Quelle: thewhiskycask.de
Dieser Rum stammt aus dem Jahrgang 1990. Was sagt uns dieser? Es wurden bereits einige Demeraras aus diesem besagtem Jahr abgefüllt. Darunter waren auch Rums aus der Port Mourant Vat Still, welche unter anderem von den italienischen Abfüllern Moon Import und Samaroli abgefüllt wurden. Aus der alten Enmore Distillery gab es ebenfalls einige Stile aus diesem Jahr. Es gab Rums des Stils V.S.G., dem eigentlichen Versailles-Stil, und des Stils M.E.A., den ich noch nicht ganz einordnen kann. Beide Rums waren als „Pot Still“ Rums deklariert und stammten somit auch aus der Versailes Vat Still, was aber bei V.S.G. ohnehin zu erwarten war. Schon im letzten Review hab ich die Möglichkeiten um den Ursprung von M.E.A .geäußert. Stichfeste Beweise habe ich aber leider keine anzubieten. Zur Erinnerung: Es besteht die Möglichkeit, dass dieser Rum mit der Enmore Coffey Still in Verbindung steht. Rums des Stils V.S.G. aus dem Jahr 1990 wurden unter anderem von Cadenhead und Samaroli abgefüllt. Der Stil M.E.A. wurde von Velier auch aus diesem besagtem Jahr auf den Markt gebracht und ist seit einigen Jahren verschwunden. Es handelte sich um den Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO. Dieser hatte, im Gegensatz zur abgefüllten Mehrheit dieses Abfüllers, eine kontinentale Reifung.
Was könnte dies also nun für ein Stil sein? Jetzt betreiben wir mal etwas Gehirnakrobatik. Der Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 15 YO hatte 72,5% und wurde im Februar 2006 abgefüllt. Einer seiner Vorgänger der Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 10 YO hatte 75,7% und wurde im Dezember 2000 abgefüllt. Dies sind ungefähr 62 Monate Differenz und eine zusätzliche Verdunstung von 3,2%. Diese Abfüllung heute wurde irgendwann 2014 abgefüllt. Der exakte Monat wird leider nicht genannt. Wir ignorieren hier ohnehin schon die unterschiedlichen Eigenschaften des individuellen Fasses und pauschalisieren ohnehin schon, also runden wir mal großzügig auf. Exakt ist diese Rechnung ohnehin nicht. Sie dient nur zur Abschätzung. Das wären, nimmt man den Cadenhead Rum aus 2000 als Basis, 168 Monate mehr. Nimmt man die obige Verdunstungsrate und bricht sie auf einen Monat herunter und multipliziert man das Ergebnis mit diesen 168 Monaten, dann kommt man lediglich auf ca. 8,67% weniger als der Cadenhead aus 2000. Das wären „Pi-Mal-Daumen“ immer noch um die 67,1%. Diese Abfüllung hat aber „nur“ 62,2%. Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO aus März 2008 hatte aber nur noch 61%. Mit 6 weiteren Jahren könnte er theoretisch unter die 60%-Marke kommen. Mit obiger Verdunstungsrate wären dies grob 3,7% weniger, also 57,3%. Beide Rums liegen also 4,9%vol. entfernt von dieser Abfüllung. Diese Rechnung ignoriert natürlich den Lagerort und die Luftfeuchte und ist wirklich nur als eine reine Milchmädchenrechnung anzusehen. Nehmen sie mich hier also bitte nicht beim Wort. Natürlich gibt es immer noch die Möglichkeit eines neuen und unbekannten Stils. Ich hatte gehofft mit diesen Annahmen einen kleinen Hinweis zu bekommen, was um was es sich für einen Stil hier nun handelt. Leider habe ich mich geirrt (Zum Glück bin ich kein Experte). Ich fürchte hier kann uns nur der Rum selbst weiterhelfen. 

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Verkostung The Rum Cask Guyana Enmore Distillery 24 YO: 

Preis: Die 0,5l Flasche kostet 71,90€ (1l = 143,80€). Der theoretische Preis einer 0,7l Flasche wäre bei 100,66€. Das ist für einen 24 Jahre alten kontinentalen Rum ein sehr gutes Schnäppchen.

Alter: Das offizielle Alter beträgt volle 24 Jahre. Der Rum wurde 1990 in Guyana an der Ostküste Demeraras in der Enmore Distillery hergestellt.

Alkoholstärke: Die Trinkstärke beläuft sich auf 62,2%vol. Selbst nach 24 Jahren hat der Rum immer noch eine sehr hohe Trinkstärke. Diese könnte unerfahrene Käufer abschrecken. Auf eine Verdünnung verzichte ich hier einmal. Vielleicht hole ich dies später einmal nach.

Destillationsverfahren: Das offizielle Verfahren ist eine „Pot Still“. In Enmore gab es nur eine Pot Still und diese war die Versailles Single Vat Still (hölzerne Pot Still in Fassbauweise).

Farbe: Der Rum erstrahlt in einem satten Goldton. Nach 24 Jahren ist das ein guter Einfluss. Das Fass war nicht zu aktiv und auch nicht zu ausgelutscht.

Viskosität: Der Rum fließt in fielen Schlieren zurück zum Glasboden und bildet Perlen an der Glaswand. Der Rum ist gut ölig. Zwar ist er weit von anderen Rums entfernt, aber für eine kontinentale Reifung ist diese gut.

Nase: Mhm. Ich rieche dezenten Rauch. Zwar nicht die Qualität eines Lagerfeuers oder die Eruption eines Vulkans mit Ascheauswurf (a la Islay), aber immerhin Rauch. Ein Whisky-Kenner oder „Experte“ wird hier vielleicht eher von „medizinisch“ reden, aber ich bin weder ein Whisky-Kenner noch ein „Experte“. Da ist noch mehr. Ich rieche zarte Aromen von bitteren Orangen, vermischt mit Gewürzen und Kräutern. Auch reife Papayas und andere exotische Früchte, die ich nicht zuordnen kann. Außerdem rieche ich Anisaromen und Eiche. Je weiter weg man die Nase vom Glas entfernt, desto intensiver werden die Kräuter, zu denen sich auch eine leichte Spur Vanille gesellt. Bei den Kräutern muss ich an Bleistiftspäne denken. Allerdings ist das Aroma hier im Glas dezenter als bei einem reifen V.S.G.-Rum. Dieses Aroma-Profil hier kenne ich mittlerweile. Der Rum braucht einige Zeit im Glas bevor er seine volle Wirkung entfaltet. Also nichts für Ungeduldige.

Gaumen: Volle Kräuter und Anisaromen fluten den Gaumen. Durchzogen werden diese Aromen von einem leicht rauchigen (medizinischen) Geschmack. Der Rum brennt sanft am Gaumen und verbreitet sich rasch im gesamten Mundraum. Ein wunderschöner Demerara mit mittlerem Körper. Nach einigen Sekunden machen die Gewürze und ein leicht bitterer Geschmack sich bemerkbar. Zuerst dachte ich eine gewisse Süße zu schmecken, aber diese verschwindet durch das Brennen des Alkohols auf der Zunge sehr rasch. Unter den Gewürzen kann ich neben Anis auch Nelken erkennen. Der Geschmack bleibt die ganze Zeit über minimal rauchig (medizinisch). Er erinnert mich an den Bristol Enmore 12 YO. Allerdings gibt es schon Unterschiede. Dieser Rum hier legt einen kräftigeren Auftritt hin, was aber auch mit der höheren Trinkstärke verbunden ist.

Abgang: Leicht rauchige (medizinische) Anklänge, verwoben mit exotischen Früchten bilden den Anfang des Abgangs. Danach folgen Gewürze und Kräuteraromen. Auch bittere Orangen kann ich erkennen. Danach kommen Anisaromen verstärkt zum Vorschein. Der Abgang besitzt keine Bitterkeit oder Süße. Er ist zum Ende hin ein wenig trocken. Alles in allem ein sehr guter und alter (ungefärbter) Demerara der klassischen Schule. Im Abgang ähnelt der Rum mehr dem Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO als dem Bristol Enmore 12 YO. Ob es allein an der höheren Trinkstärke liegt? Vielleicht liegt es auch an den unterschiedlichen Jahrgängen der Batches (1988 vs. 1990). 

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Fazit: Zuerst die schlechte Nachricht: Es ist kein V.S.G. Rum. Die gute Nachricht: Es handelt sich hier in meinen Augen um einen Rum des Stils M.E.A.. Natürlich kann ich dies nicht beweisen. Dies ist meine rein subjektive Wahrnehmung und mein persönlicher Geschmackssinn, welcher zu diesem Entschluss gekommen ist. Diese Abfüllung steht also in einer Linie mit dem Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO und dürfte aus demselben Batch stammen. Aufgrund der noch immer höheren Trinkstärke war das Fass nicht so aktiv wie es beim Velier der Fall war, oder die Umgebung waren unterschiedlich. Für rund 101€ (0,7l) einen 24 Jahre alten Rum zu bekommen finde ich mehr als günstig. Vor allem wenn man ihn mit den Preisen der jüngeren Generationen nach 2000 vergleicht. Wie schon mehrfach geschrieben wird laut Herr Gargano kein Rum mehr aus der Versailles Still im Bulk verkauft. Dieses Exemplar gehört also zu einer „aussterbenden“ Art und dürfte so und in dieser Form wohl nicht mehr auftauchen. Also keine weitere und neue Jahrgänge. Ich mochte ihn sehr und kann ihn allen Liebhabern der alten Bristol Enmore 12 YO Abfüllungen (selber Stil aber anderer Jahrgang) nur empfehlen. Allerdings kenne ich mindestens einen Connaisseur, der die alten mochte und den diese Abfüllung nicht begeistert hat. Mich allerdings hat sie überzeugt. Wer den Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO kennt und nach einem Ersatz sucht kann hier auch beherzt zugreifen. Wenn sie allerdings unschlüssig sind, dann holen sie sich doch einfach ein Sample, so wie ich es getan habe und entscheiden sie sich nach dem Dram ob sie ihn brauchen oder nicht. Aber ganz egal ob sie ihn brauchen oder ihn nicht mögen: Solche Preise werden wir in der Zukunft seltener zu Gesicht bekommen.
Gerade die Preise der italienischen Abfüller schießen seit kurzem sehr ins Kraut. Auch Samaroli füllte einen Demerara Rum aus 1990 im Jahre 2014 ab. Laut deren Verkostungsnotiz (auf die ich gewöhnlicherweise absolut nichts gebe) hört sich dies ebenfalls nach einen Rum des Stils M.E.A. an. Der Preis dürfte wohl über 100€ liegen und dieser Rum wurde auf 45% verdünnt. Damit gewinnt man mehr Flaschen für den Verkauf. Es wird sogar eine Zahl genannt. Es waren 335 0,7l Flaschen. Ich denke hier kann man den Unterschied deutlich zwischen einem jungen Abfüller und einem Abfüller mit langer Tradition sehen. Nein. Falsch. Ich denke das war falsch formuliert. Ich versuche es mal anders zu umschreiben: Der erste Abfüller ist unbekannt und muss alleine mit Qualität überzeugen. Also nichts zum Sammeln (die Labels finde ich dennoch gut gelungen). Der letztere Abfüller ist bekannt und hat den großen Namen einer Whisky-Legende, die eigentlich nicht mehr im Geschäft ist. Welche Schlüsse sie nun hieraus ziehen überlasse ich Ihnen. Ich persönlich bin aber nicht gewillt mich wie eine gebratene Weihnachtsgans ausnehmen zu lassen. In diesem Sinne: Cheers!

Oh, fast hätte ich es noch vergessen: Das nächste Mal wird es entweder ein Review oder ein „Update“ eines beliebten Artikels geben. Je nachdem ob ich es bis dahin schaffe oder nicht. Ihr dürft gespannt sein. ;-)

Marco

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Welcome back to BAT.

In the last review I have announced another Demerara and here it is. It is a further bottling of the independent bottler "The Rum Cask". This bottling dates back to the old Enmore distillery. It is the TRC Guyana Enmore Distillery 24 YO.

The Bottling: 

Source: thewhiskycask.de
This rum is from the vintage 1990. What does this tell us? There are already some Demeraras bottled from the said year. These included rums from the Port Mourant Vat Still, which were bottled among others by the Italian bottlers Moon Import and Samaroli. There were also some styles from the old Enmore Distillery coming from this year. There were rums of the style VSG, the actual Versailles-style, and the style MEA, which I can not quite identify. Both types of rums were labeled with "Pot Still" and thus came from the Versailes Vat Still, what was to be expected anyway when it comes to VSG. Already in the last review I have mentioned the probability of the origin of MEA. Unfortunatley I have no solid evidence to offer. A reminder: It is possible that this rum is related to the Enmore Coffey Still. Rums of the style VSG from 1990 were also released by other independent bottlers like Cadenhead and Samaroli. The style MEA was also released by Velier which in addition provided the mark to identify the style. There were two bottlings. One from 1988 and one from 1990. The one in question was the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO. Velier is mostly known for his tropical aged rums. This bottling, however, had a continental maturation. 
So what style could this rum possible be? Let us use our brain cells and do a little math by a rule of thumb estimate. The Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 15 YO was bottled at 72.5% in February 2006. One of his predecessor, the Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 10 YO, was bottled at 75.7% in December 2000. This is an additional maturation of approximately 62 months and an additional differential evaporation of 3.2%. This bottling from The Rum Cask, however, was eventually filled in 2014. Unfortunately the exact month is not mentioned on the label. We are already ignoring the different casks and their influence on the content due to the individual wood properties and generalize anyway so we generously round up the number of maturation the rum has spent in the cask. This calculation is not exactly anyway. It is only used for an estimation, or sort of 'guesstimation' if I may say so. If we now use the Cadenhead rum from 2000 as reference, then the additional maturation would be something around 168 months. If we now take the above mentioned evaporation rate and breaking it down to one month and multiply the result by 168 then you would get an approximately 8.67% less than the Cadenhead from 2000. That would be round about 67.1%. But this bottling has "only" 62.2%. The Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO from March 2008 was bottled with 61%. With theoretically 6 more years in the cask the alcohol level would be 3.7% less, ie 57.3%. Both rums are coincidentally thus 4.9% vol. away from this bottling. Again: This statement ignores the location of the cask in which it was stored and the humidity there (and the individual cask influence). Of course there is still the possibility of a new and unknown style. I'm afraid but more speculations are do not help us. I thought a rough calculation could give us a little hint but I was wrong (thank god I'm no expert). Let us see if the actual rum will tell us more.

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Tasting The Rum Cask Guyana Enmore Distillery 24 YO:

Price: The 0.5 liter bottle costs € 71.90 (1l = € 143.80). The theoretical price of a 0.7l bottle would be at € 100.66. This is a very good deal for a 24-year-old continental rum.

Age: The official age is 24 years. The rum was produced in Guyana at the East Coast Demeraras in the Enmore Distillery in 1990.

ABV: The drinking strength even after 24 years still amounts to 62.2% vol. This high strength could deter inexperienced and potencial buyers. At the moment I will not perform a dilution of the sample. Maybe I'll do it later.

Process of distillation: The official method is a "pot still". In Enmore there was only one pot still and this was the Versailles Single Vat Still (sometimes called 'wooden pot still').

Colour: The rum shines with a rich golden color. This is a good influence after 24 years. The barrel was neither too active nor to dried up.

Viscosity: The rum flows in streaks back to the glass bottom and is forming pearls on the glass wall. The rum is good oily. Although he is far away from other old rums, but this is good for a continental maturation.

Nose: Mhm. I smell subtle smoke. While not the quality of a campfire (or bonfire) or the eruption of a volcano with ash ejection (a la Islay), but I would still call it still smoke. A whisky connoisseur or "expert" may perhaps rather talk about a "medical" taste, but I am not a whisky connoisseur nor an "expert". There's more. I smell delicate aromas of bitter oranges, mixed with spices and herbs. Also ripe papayas and other exotic fruits, which I can not identify. Also, I smell aniseed aromas and oak. The further the nose is away from the glass, the more intense are the herbs, including a slight hint of vanilla. When I'm talking about herbs then I mean sort of pencil shavings. However, the aroma is mire subtle in glass right now than it would be in a mature VSG-style rum. However, I know this flavour profile. The Rum needs some time in the glass. So not for the impatient.

Palate: Full herbs and aniseed aromas are flooding the mouth. These flavours are accompanied with a slightly smoky (medical) taste. The rum burns gently on the palate and is spreading rapidly throughout the mouth. A beautiful Demerara with a medium body. After a few seconds the spices and a slightly bitter taste are more present. At first I thought to taste some sweetness in the beginning, but it disappears very quickly by the burning of alcohol on the tongue. Among the spices I can also recognize cloves beside the anise. The taste remains minimal smoky (medical) all the time. He reminds me of the Bristol Enmore 12 YO. However, there are differences. This rum here has a stronger presence on the mouth, which is also associated with the higher drinking strength.

Finish: Slightly smoky (medical) notes, interwoven with exotic fruits form the beginning of the finish. This is Followed by spices and herbal aromas. Even some bitter oranges and aniseed aromes are in the mix. The latter are increasing during the seconds. The finish has no bitterness or sweetness. It is a little dry towards the end. All in all a very good and old (uncoloured) Demerara of the old school. In the finish, the rum is more similar to the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO as to the Bristol Enmore 12 YO. Maybe because of the higher drinking strength? Or it's due to the different batches of the different vintages (1988 vs. 1990). 

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Conclusion: First the bad news: This is no VSG Rum Now the good news: This is IMHO a rum of the style MEA. Of course I can not prove it. This is my purely subjective perception and due to my personal (individual) taste, which has come to this decision. This bottling is therefore in line with the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO and is expected to come from the same batch. Due to the still higher drinking strength the barrel was not as active as it was the case with the Velier, or the environment were very different. A 24 Year old single cask rum for around 101€ (0,7l) is a good bargain. Especially when compared with the prices of the younger generations after 2000. According to Mr. Gargano the Versailles Still is used furthermore only for the own El Dorado belnds. No more rums like this are being sold in the bulk. This kind will disappear from the market forever. I do not expect newer vintages with the same kind of mark / style to show up. I liked the rum very much. Its a good sipper, which is not to powerful in its way on the palate to compel or deter a connoisseur. I recommend this bottling to all the 'old guys' who know and loved the old Bristol Enmore 12 YO bottling. However, I know at least one connoisseur who liked the old one from Bristol more and this bottling did not thrill him. I love them both, but the Bristol was more subtle due to the lower drinking strength and it was the 1988 MEA batch which was a little bit different. Everyone who loved the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO and is looking for an replacement should give this rum at least a try. The shop is selling samples so you don't have to buy a whole bottle if you are not sure about it. This is one reason why I like this shop. They offer at least samples of their own rums & whiskys and you don't have to organize a bottle-sharing in order to obtain a sample. But regardless of whether you like him or not: Such prices will be the minority in the future. 
Especially the prices of some Italian bottlers are really ludicrous. Samaroli did also made a bottling from this vintage of 1990. According to their tasting notes (which I usually don't give any credibility due to the differences of my own taste and a very poor bottling of Samaroli which really disgusted me in the past) sounds like a rum of style MEA. The price will probably be more than 101€ and their bottling was diluted down to 45%. You catch two birds with this move but you have to use only one stone: You will attract more connoisseurs with this lower drinking strength and you will get more bottles because of the added water (its all about math you know). The more bottles the more money you will make. This bottling produced 335 bottles. You can milk more pennies out of your buyers that way, if you know what I mean. I think you can see the differences very good between those two bottlings. One release is from a younger bottler and the other one is from bottler with a tradition in its name. No. That was wrong. I think that sounded incorrectly. I'll try to describe it different: the first bottler is unknown and has to convince solely with quality. The bottles have no value for collectors (although I like the labels). The latter bottler is known and has the great name of a whisky legend, which is, however, no longer in the business (Samaroli sold his company). I leave it up to you, dear readers, what conclusions you will make out of this. I personally as a buyer and not as an “expert” don't want to be used like that. In this sense: Cheers!

Oh, I almost forgot it: The next time there will be either a review or an "update" of a popular article. Depending on whether I can do it by then or not. Stay tuned guys. ;-)

Marco

Sonntag, 11. Januar 2015

BB&R Demerara Rum Enmore Still (Versailles Still) 1988 19 YO

(the English version is below ; just skip the German part) 

Willkommen zurück auf BAT werte Leser.

Heute ist der englische Abfüller Berry, Bros & Rudd im Rampenlicht. Hierbei handelt es sich um eine alte Abfüllung, die selbst in meiner Anfangszeit 2011 noch gut verfügbar war. Es ist die Rede vom BB&R Demerara Rum Enmore 1988 19 YO.

Zur Abfüllung:

Quelle: masterofmalt.com
Diese Abfüllung kam 2007 auf den europäischen Markt und war dort sehr lange verfügbar. Entweder konnten ihm viele nichts abgewinnen oder die Nachfrage nach diesem Stil war einfach nicht groß. Bei dieser Abfüllung handelt es sich um ein bekanntes Batch. Dieses von 1988 brachte schon einige Abfüllungen hervor. Zu nennen wären hier der Velier Enmore 1988 Full Proof Old Demerara 20 YO, der Bristol Enmore 12 YO (1988 - 2000) und der Bristol Enmore 1988 20 YO (1988 – 2008). Gerade letzterer ist immer noch verfügbar und ist selbst auf der Webseite von Bristol Spirits Limited noch nicht ins Archiv verlegt worden, was noch auf einige Bestände im Lager hindeuten könnte. Auf dem Label des BB&R und der Webseite von Bristol Spirits Limited wird eine Pot Still als Urheber genannt. Ebenso auch auf dem Label vom Velier Enmore 1988 Full Proof Old Demerara 20 YO. Dank Velier ist uns auch der Rumstil bekannt: Es ist M.E.A.. Was genau sich hier dahinter verbirgt ist noch ein Rätsel. Dieser Stil wurde auch im Jahre 1990 im Bulk nach Europa verkauft und brachte schon einige Abfüllungen hervor, darunter ebenfalls ein Velier. Beide mit dem Stil M.E.A. habe ich bereits hier auf BAT vorgestellt. Hinter diesen Stil verbirgt sich die Versailles Single Vat Still (a.k.a. Versailles Single Wooden Pot Still). Laut Luca verkauft DDL keine Rums mehr aus dieser Still im Bulk an andere Händler. Dies bedeutet, das dieser Rum quasi einer der letzten Rums aus der Versailles Still ist. Außer Velier verfügt kein anderer Abfüller über einen direkten Zugang mehr zu diesen Rums, sieht man einmal von Restbeständen in UK einmal ab, die irgendwann einmal auch verschwunden sein dürften. Diese Still wird also nur noch für den Eigenbedarf verwendet, was zwar etwas bedauerlich ist, sieht man sich allerdings den Zustand der Vat Stills und ihrer Rektifikationskolonnen auf diversen Bildern an, dann kann man vielleicht erahnen warum dies der Fall ist.

Referenzmaterial
Gerade der Bristol Enmore 1988 20 YO (1988 – 2008), welcher nun schon seit an die ca. 7 Jahren auf dem Markt immer noch verfügbar ist zeigt, dass entweder die Verdünnung (mit 43%) oder der Stil M.E.A. zu einer nicht gerade großen Beliebtheit geführt hat. Mit 7 Jahren ist er eigentlich fast schon etwas zu lange im Regal, aber wenn es in der Zukunft überhaupt keine alten Demeraras mehr geben wird, dann wird man sich wohl auch über diese Reste einmal kloppen oder höhere Preise zahlen müssen. Was sagt uns das Kürzel M.E.A.? Geschmacklich ist es eine leichtere Variante des Stils V.S.G.. Dieser (V.S.G.) Stil kennzeichnet den „echten“ Versailles-Stil. Beide stammen zwar aus derselben Still, sind aber nicht ein-und dasselbe. Bitte beachten sie dies. Vergleichen sie es am Besten mit einer Flöte. Mit ihr kann man auch unterschiedliche Töne erzeugen, die alle etwas anders klingen. So auch hier. Also M.E.A. ≠ V.S.G.. Alle Klarheiten beseitigt? Wunderbar. Dann war die Einführung ja schon erfolgreich. ;-) 

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Verkostung BB&R Demerara Rum Enmore Still (Versailles Still) 1988 19 YO:

Preis: Der Rum rangierte damals ungefähr zwischen 70-85€, wenn ich mich nicht sehr irre. Viel teurer konnte er damals nicht gewesen sein. 

Alter: Das offizielle Alter beläuft sich auf 19 Jahre. Diese dürfte der Rum wohl in UK oder Schottland „abgesessen“ haben.

Alkoholstärke: Auch hier nichts Weltbewegendes: Der Rum hat eine Standard-Trinkstärke von 46%vol..

Destillationsverfahren: Das offizielle Verfahren ist eine Pot Still. Hier ist die Versailles Vat Still gemeint. 

Farbe: Der Rum hat eine helle Goldton-Farbe. Nach 19 Jahren ist das ein bisschen wenig, was wieder mal auf ein nicht sehr aktives Fass schließen lässt. Aber immerhin ist er dunkler als andere Rums. 

 Viskosität: Der Rum fließt relativ schnell zurück zum Glasgrund. Die Öligkeit ist für 19 Jahre ein wenig verhalten, aber immerhin noch akzeptabel vorhanden.

Nase: Eine angenehme Fruchtigkeit entschwebt dem Glas. Ich erkenne Mangos und reife Papayas. Dazu gesellt sich Raucharomen. Daneben rieche ich auch noch Anis- und Holz. Diese Holzaromen können aber unmöglich allein vom Fass sein. Dafür ist er zu blass. Manchmal wüsste ich zu gern was DDL in die Fermentationsbottiche gibt. Die Süße ist sehr gering, was nicht überrascht, bedenkt man doch die etwas helle Farbe des Rums. Die Grundstruktur des Rums ist eindeutig Enmore. Er erinnert mich an den Velier Full Proof Demerara 1988 20 YO. Ganz versteckt im Hintergrund entdecke ich die mir bekannten Beistiftspäne. Eindeutig ein Rum aus der Versailles Single Vat Still.

Gaumen: Eine feine Süße gepaart mit Kräutern beginnt den Mundraum zu füllen. Wieder erkenne ich Bleistiftspäne. Der Alkohol ist nicht zu dominant und genau richtig. Die Fruchtigkeit ist nun nicht ganz so stark wie zuvor in der Nase, aber dennoch zu erkennen. Auch der Rauch ist wieder mit dabei. Im Hintergrund erkenne ich sogar Andeutungen eines Lagerfeuers. Dieses Aroma ist für mich total untypisch für Enmore. Vielleicht irre ich mich auch nur, aber dieser Geschmack ist für mich eindeutig im Hintergrund präsent. In der Nase war die Ähnlichkeit mit dem Velier Full Proof Demerara 1988 20 YO am größten. Am Gaumen zeigen sich nun doch einige Unterschiede. 

Abgang: Rauch und Gewürze bilden den Anfang des Abgangs. Danach folgen die Bleistiftspäne und herben Kräuter. Langsam verblassen diese Eindrücke immer mehr. Ein Hauch von Anisaromen und Rauch verbleiben am Gaumen. Der Abgang ist leider nicht sehr lange, aber immerhin nicht zu kurz. 

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Quelle: classicrum.com
Fazit: Für mich ist dies eindeutig ein Rum des Stils M.E.A.. Die Ähnlichkeiten sind einfach zu groß. Dieser Stil wird wohl endgültig verschwinden, wenn alle Rums aus 1988 und 1990 abgefüllt wurden. Warum er überhaupt destilliert wurde und was sich hinter den Buchstaben verbirgt ist mir leider nicht bekannt. Lange dachte ich, es hätte etwas mit den Plantagen „Mon Repos“ und „De Eendragt“ (Mon Repos Eendragt A) zu tun. Allerdings wäre auch ein modifizierter Enmore (Modified Enmore A) möglich, welcher angeblich für eine Zeit lang mit der Versailles Still hergestellt wurde, als die Coffey Still außer Betrieb war. Allerdings gibt es hier als Quelle nur den Abfüller Bristol Spirits Limited, welcher sich allerdings widerspricht. Auf dem Backlabel (Rücketikett) des Bristol Enmore 1988 20 YO (1988 – 2008) steht etwas von der Enmore Still, was aber für mich eindeutig die Enmore Coffey Still ist. Auf der Homepage des Abfüllers selbst steht allerdings wiederum eine Pot Still als Urheber, so wie es auch BB&R und Velier angeben (wir erinnern uns: selbes Batch aus 1988). Ist dies also eine Version von Enmore aus der Versailles Still? Leider gibt es hierzu keine weiteren Informationen.

Der Rum selbst ist robust und hat eine gute Qualität. Er ist zwar kein perfekter und runder Rum oder ein Gaumenschmeichler, aber welcher Rum ist schon perfekt? Diese Abfüllung ist vom Markt verschwunden und nur noch der Rum von Bristol ist bisher aus diesem Batch verblieben. Eine gute Nachricht habe ich aber dennoch für sie. Noch gibt es Rums des Stils MEA. Einen dieser frisch auf den Markt gekommenen Rums werde ich demnächst hier auch vorstellen. Es ist ein 24 Jahre alter Rum aus dem Jahrgang 1990. Wenn sie mit dieser Abfüllung vom königlichen Hoflieferanten glücklich waren, dann könnte der erwähnte Rum ebenfalls etwas für sie sein. Rums aus Guyana mit einer zweistelligen Altersangabe und einer 2 an erster Stelle werden wohl nicht mehr so häufig in Erscheinung treten und wenn, dann dürfte meist der Preis schmerzhaft sein. Aber auch Rums aus jüngeren Jahrgängen werden schon zu meist viel zu teuren Preisen angeboten. Bei tropisch gelagerten Rums mit an die 13 bis 17 Jahren und mehr, und damit auch einer doppelten Reifung im Glas, sehe ich dies noch ein, wenn der Preis im dreistelligen Bereich sich befindet. Bei jungen Rums aus europäischer Lagerung ist dies eine Preistreiberei und Zumutung, bedenkt man die meist gedankenlose Lagerung und die daraus resultierenden unreifen oder auch meist zu leichten (charakterlosen) Destillate, welche auf den Markt kommen. Wer verzweifelt genug ist, der soll diese Mondpreise ruhig bezahlen.

Quelle: rumundco.de
Am Gaumen hatte der Stil MEA eine gewisse Ähnlichkeit mit Versailles (VSG). Er ist geschmacklich so etwas wie eine leichtere Version mit mehr Gewürzen Rauch und weniger Kräuteraromen oder Bleistiftspäne. Der Körper des Rums ist definitiv leichter im Vergleich zu Versailles. Nur der DDL-“Brennmeister“ (Master-Distiller) wird hier wohl die feinen Unterschiede wissen und auch ob man eventuell die Fermentation dementsprechend angepasst hat. Allerdings darf man eines hier nicht vergessen werte Leser: Im tropischen Guyana entsteht in der dortigen Reifung etwas ganz anderes als wir es von der europäischen Lagerung her kennen. D.h. die Resultate der Reifung dort und das was man bei DDL unter den Stilen dort kennt ist nicht ganz identisch mit den Rums, wie wir sie hier in Europa gewohnt sind. Einen solchen Einblick in diese Sichtweise kann man leider nur mit tropisch gelagerten Rums bekommen, von denen bei Guyana nur ein Anbieter zur Zeit existiert. Diese Erkenntnis bekam ich als ich einen Rum des Stils VSG mit Tropenlagerung gegen einen desselben Stils mit europäischer Lagerung verglich. Sie waren nicht identisch, obwohl theoretisch das Ausgangsmaterial (sieht man einmal von kleinen Schwankungen der Jahrgänge und Batches ab) dasselbe war. Die dortige Reifung ist einfach schneller und gründlicher, verhindert aber eine längere Reifung, es sei denn sie können mit Extremfällen etwas anfangen, die an die 30 Jahre dort gelagert wurden und damit auf annährend 60 europäische Jahre (!) kommen können. Ich sehe darin keinen Sinn etwas zu Tode zu lagern, aber natürlich macht die Altersangabe 21 oder 25 Jahre auf einer offiziellen Abfüllung mehr Eindruck als schlichte 12 oder 15 Jahre. Vor allem viele die sich mit dieser Thematik der Tropenlagerung nicht auskennen und nur diese niedrige Zahl sehen, assoziieren oft hiermit eine niedrige Qualität. Dies ist in meinen Augen ein Fehler. Wie verwöhnt wir Europäer doch mittlerweile geworden sind, nicht wahr?


Marco

PS Ich möchte hier nicht 'NAS'-Abfüllungen mit einer geringen Reife rechtfertigen, die anhand der Farbe nicht zu erkennen ist (Stichwort: Zuckercouleur) und deren Preise nur Kopfschütteln bei mir hervorrufen. Sei es nun Rum oder Whisky.

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Welcome back to BAT dear readers.

Today the British independent bottler Berry Bros & Rudd is in the spotlight. This is an old filling, which was still readily available when I joined the rum-scene in my early days in 2011. It is the bottling BB&R Demerara Rum Enmore 1988 19 YO.

The Bottling:

Source: masterofmalt.com
In 2007 this bottling was released on the European market and was available there for very long time. Either the content wasn't too good or the demand for this style of rum just was not big enough. This bottling comes from a well-known batch. We already had some rums coming from this year and batch in the past. Worthy of mention are the Velier Enmore 1988 Full Proof Old Demerara 20 YO, the Bristol Enmore 12 YO (1988 - 2000) and the Bristol Enmore 1988 20 YO (1988 - 2008). The latter in particular is still listed among those who are available and is not yet moved to the archive section on the website of Bristol Spirits Limited. This could indicate that there are still bottles left in stock of this particular bottling. On the back label of the BB&R and the website of Bristol Spirits Limited a pot still is mentioned as the official process of distillation. Likewise, on the label by Velier Enmore 1988 Full Proof Old Demerara 20 YO. Thanks to Velier we also know the specific style: It's M.E.A.. What's exactly behind the letters remains a mystery. In 1990 this style of rum was also sold in bulk to Europe and has brought forth some bottlings, also including a Velier. I have already presented both bottlings from Velier with this mark on BAT. Responsible for creating this style of rum was the Versailles Single Vat Still (aka Versailles Single Wooden Pot Still). According to Luca DDL is no more selling any rum made from this Still in bulk to other dealers. This means that this rum is almost one of the last rum from the Versailles still. Except Velier there are no other bottlers with an direct access to these rums, apart from residual stock in the UK, which should be disappear within the next decades. This still is therefore only used for the own El Dorado rum series, which is a bit unfortunate indeed, but if you take a close look at the vat stills and their rectification columns on some of the posted pictures throughout the internet, then maybe you can guess why this is the case. 


Reference material
Just the Bristol Enmore 1988 20 YO (1988 – 2008), who has been on the market now for almost 7 years (6 are more likely) might indicate that either the dilution (43%) or that the style MEA was no particular stunner at all. The availability of 6 to 7 years by now is a bit too long for a rum bottling. But I can imagine newcomers to rum might probably beat themselves desperately in the future in order to get an old demerara bottling like this or will pay heavy price tags in a few decades trying to catch up with the “old guys”. What does the abbreviation MEA tell us? The taste is a lighter version of the style VSG. This (VSG) style was or is the "real" Versailles-style. Although both are made with the same still, but are not one and the same. Please keep this in mind. Compare it best with a flute. With it, you can create different tones, all subtly different from one to another. The same here. So MEA ≠ VSG. Did I eliminate all clarities? Wonderful! Then, the introduction section of this review was already successful. ;-)

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Tasting BB&R Demerara Rum Enmore Still (Versailles Still) 1988 19 YO: 

Price: The rum was ranked approximately between 70-85 € in 2011, if I'm not mistaken. He could not have been much more expensive.

Age: The official age amounts to 19 years. The rum was most-likely (or should I rather say definitely?) stored in Europe for maturation.

ABV: Again, nothing earth shattering. The rum has a standard drinking strength of 46% vol.

Process of distillation: The official method is a pot still. The Versailles Vat Still is meant here.

Colour: The rum has a bright gold color. The barrel must have been not that active. Seems to be perfect for a very long storage but not good enough for a short maturation period.

Viscosity: The rum flows relatively quickly back to the ground of the glass. The oiliness is a little restrained for 19 years, but still acceptable.

Nose: I smell a very pleasant fruitiness in the beginning. I recognize mangoes and ripe papayas. There is also smoke. A lot of. In addition, I smell even aniseed and wood. These wood aromas can not possibly originate alone from the cask. He's too pale. Sometimes I like to know what is in the fermentation vats when their distilling in the Diamond Distillery. The sweetness is very low, which is not surprising considering the bright color of the rum. The basic structure of the rum is clearly “Enmore”. He reminds me of the Velier Enmore Full Proof Demerara 1988 20 YO. Hidden away in the background I also discover pencil shavings marinated in alcohol. Clearly a rum from the Versailles Single Vat Still.

Palate: A subtle sweetness combined with herbs begins to fill the mouth. Again, I realize pencil shavings. The alcohol is not too dominant and just right. The fruitiness is now not quite as strong as it was in the nose, but still recognizable. Also, the smoke is back again. Now that may sond strange, but I can also smell some traces of a bonfire. This flavor is totally uncharacteristic of Enmore to me. Maybe I'm wrong, but this nuances are clearly present in the background. On the nose, the similarity with the Velier Enmore Full Proof Demerara in 1988 20 YO was greatest. On the palate now we have some differences.

Finish: Smoke and spices form the beginning of the finisht. Then the pencil shavings and bitter herbs are back again. These impressions are slowly fading away. A hint of aniseed aromas and smoke remains on the palate. The finish is not very long, but it is not too short.

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Source: classicrum.com
Conclusion: This is clearly a rum of the MEA-style. At least for me. The similarities are just too great. But the smoke is a little bit confusing. This style will probably disappear for good, if all rums from 1988 and 1990 are bottled. Why was he distilled and what is hidden behind the letters? Unfortunately, I do not know it. A long time I thought it might have something to do with the plantations "Mon Repos" and "De Eendragt" (Mon Repos Eendragt A). However, a modified Enmore (Modified Enmore A) would also be possible, which was allegedly produced for a short period of time with the Versailles Still, as the Coffey still was out of service (due to repairs). However, there is only one source for this statement. The bottler Bristol Spirits Limited, which however contradicts itself. On the back label of the Bristol Enmore 1988 20 YO (1988 - 2008) is “the Enmore Still” mentioned. This must be the Enmore Coffey Still. On the homepage of the bottler itself, however, is in turn a pot still mentioned, as also specified by BB & R and Velier (remember: same batch of 1988). So is this a version of Enmore from the Versailles Still? Unfortunately there are no further informations.

The rum itself is solid and has a good quality. He's not a perfect and round rum or an appetizer, but which rum is perfect? This bottling has disappeared from the market and only the rum from Bristol has remained from that batch. The good news is: There are still rums of the style MEA out there. One of these newly rums, which entered the market recently, will soon be introduced here. It is a 24 year old rum from the vintage 1990. If you liked this bottling from Berry Bros & Rudd then you might also like this new one. Rum from Guyana with a two-digit indication of age and 2 in the first place will probably not often appear in the future again and if they do, then they will be expensive. But even younger rums from the Diamond Distillery are often offered at too high prices. I can understand a triple digit price tag when it comes to very old ones with a good quality or when the rums have a tropical maturation (with nearly the double time of the age statement). But I can't agree to such prices when it comes to young rums with a continental maturation in very small amounts (due to the light colour if the rums were not coloured in the first place right after the production in Guyana). Such spirits are silent, unripe and imho not worth of such an heavy price tag. Anyone who is desperately enough to pay for these rums should do so, but I won't.


Source: rumundco.de
On the palate the style MEA had some resemblance to Versailles (VSG). Its taste is something like a lighter version with more spices and smoke, but less herb flavours or pencil shavings. The body of the rum is definitely lighter than Versailles. Only the DDL master distiller may here probably know the subtle differences. However, one must not forget one thing: In the tropical Guyana the rums are becoming something different as they would be with a European / continental storage. This means that the results of the maturation there is not quite the same as the rum, as we are used to consume here in Europe. The same styles are tasting differently. DDL may only know the tropical version of the rums. Unfortunately, such an insight is only given if you buy and taste tropical rums, and by know, only one (independent) bottler is supplying these kind of rums from Guyana. Personally I compared two rums from the VSG-style. One was tropical aged and the other on was a very ripe rum with a continental maturation. They were not identical, although theoretically the basic material (leaving aside small fluctuations of the vintages and batches) was the same. The local maturation is simply faster and more thoroughly, but prevents a longer storage, unless you goal is to create 'beasts' with an extreme flavour profile (such as the Skeldons provide). Those rums would only be for minorities. No distillery would produce such niche-products. They are only used for 'premium-blends' (such as the El Dorado 25YO). Please bear in mind that a tropical age of 30 years means almost a maturation of approximately 60 years (!) in continental climate. You can't avoid a heavy influence from the wood in these years. Besides whats the point in such old age statements? Its simple: A rum with an age statement of 21 or 25 sounds very premium and limited in comparison with younger rums, lets say 12 or 15 years old. Too often younger rums are being equalized with low quality. This flaw in mind ignores the fact of a higher interaction between the wood and the rum inside a barrel in the tropics. Are we Europeans spoiled, aren't we? 

Marco 

PS I'm not justifying expensive 'NAS'-bottlings (regardless of whisky or rum) with a low maturation, which can't be identified by the use of caramel as a colouring matter.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Rum Nation Demerara Rum 1989 23 YO

(the English version is below ; just skip the German part)

Wieder einmal Servus und Willkommen :)

Erneut kommt ein Demerara zur Verkostung. Dieses Mal ist es der Rum Nation Demerara 1989 23 YO. Einige seine Nachfolger, den Rum Nation Demerara 1973 27 YO und den Nation Demerara 1985 23 YO, habe ich bereits vorgestellt. Bisher konnte mich der italienische Abfüller in Sachen Demerara überzeugen. Mal sehen ob es auch bei dieser Abfüllung so sein wird. ;)

Zur Abfüllung:

Was sagt uns der Jahrgang 1989? Das es sich um einen gefärbten Rum aus der Port Mourant Double Vat Still handeln könnte. Er könnte aus demselben Batch, wie der Duncan Taylor Uitvlugt Distillery (Port Mourant) 23 YO stammen. Beide Rums wurden 2012 abgefüllt und veröffentlicht. Auch Moon Import veröffentlichte mindestens zwei Abfüllungen aus diesem Jahrgang. Von Rums aus der Versailles Still aus diesem Jahrgang ist mir zwar nichts bekannt, wäre allerdings auch einmal eine nette Überraschung. Auf dem Label wird ein offizielles Sherry-Finish erwähnt. Gelesen habe ich sogar etwas von 8 Jahren, in welcher dieser Rum verbrachte. Wurde dieser Rum allerdings wirklich gefärbt, dann dürfte das Finish selbst bei 8 Jahren nicht zu dramatische Auswirkungen gehabt haben. Wer weiß wie oft dieses Sherry-Fass zuvor schon benutzt wurde. Diese Abfüllung repräsentiert eine vergangene Ära. Rums aus den 1980igern werden bald nur noch sehr selten erscheinen. Die Wahrscheinlichkeit einen Rum aus den 1990igern zu bekommen dagegen ist noch relativ hoch-. Zumindest höher als der vorangegangenen Dekade.

Die Port Mourant Double Vat Still befand sich zu jenem Zeitpunkt im Jahre 1989 auf dem Gelände der Uitvlugt Distillerie an der Westküste Demeraras. Das Port Mourant Anwesen wurde zwischen 1802 und 1812 gegründet und war zu jenem Zeitpunkt eine Baumwolle-Plantage. Erst später wurde auf Zucker umgestellt und auch die berühmte Double Vat Still angeschafft. Das Jahr 1732 hat mit dem Anwesen selbst wenig bis nichts zu tun. Wie D.D.L. hierauf kommt ist für mich nicht nachzuvollziehen. Aber ich denke 1732 klingt wesentlich besser im Marketing als 1818 zum Beispiel. Das wären an die 80 Jahre weniger an Geschichte und das in einem Geschäft, in dem Tradition sehr viel bedeutet. Vielleicht manchmal zu viel. Der Gründer war Stephen Mourant und laut meinen jüngsten Nachforschungen verstarb dieser Mann im Jahre 1824. Im 21. Jahrhundert gelangte das Anwesen in den Besitz von Bookers. 1955 wurde die Fabrik auf dem Anwesen im Zuge von Rationalisierungen geschlossen und die beiden Vat Stills kamen zuerst nach Albion und später zur Destillerie auf dem Uitvlugt Anwesen, bei dem sich die Hauptanlage von Booker McConnell Limited befand. Im Jahre 1976 wurden alle Subunternehmen der Booker Gruppe verstaatlicht.
Dieser Rum kommt also aus der Post-Booker Ära und wurde noch vor der Verlegung aller Stills im Jahre 2000 hergestellt. Leider macht Rum Nation keinerlei Angaben zur Fass-Nummer oder Flaschenanzahl. Dies ist zwar für einen Nerd wie mich enttäuschend, aber dies dürfte den mehrheitlich anderen Käufern ziemlich egal gewesen sein. Lassen wir also den weiteren Ausflug in die Geschichte entfallen und fangen wir mit dem Review an. ;)

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Verkostung Rum Nation Demerara Rum 1989 23 YO:

Preis: Der Preis dieses Rums variiert von 110 – 130 €. Noch ist sie käuflich zu erwerben. Mit dem neuen Rum aus 1990 dürfte diese Abfüllung jedoch langsam vom Markt verschwinden.

Alter: Das offizielle Alter beträgt 23 Jahre. Der Rum wurde 1989 in Guyana destilliert und 2012 in Europa abgefüllt.

Alkoholstärke: Dieses Mal hat die Abfüllung 45%vol. Nicht wie sein Vorgänger, welcher „nur“ 43%vol aufwies.

Destillationsverfahren: Ein Blick in die Kristallkugel verrät uns: Vermutlich eine oder zwei Vat Stills mit nachgeschalteter Rektifikationskolonne.

Farbe: Der Rum erstrahlt in tiefen Mahagoni im Glas. Wir wissen bereits, dass der DT vom Hersteller gefärbt wurde. Ist dies also nur das Sherry-Finish?

Viskosität: Es bildet sich ein schmieriger Film auf der Glaswand, von dessen Krone vereinzelt Tropfen hinab zum Glasgrund fließen. Der Rum ist gut ölig.

Nase: Oha. Ich rieche Melasse, Pflaumen, Toffee und einen Hauch von Orangen. Im Hintergrund kann ich auch Anisaromen und Aromen von schwarzem Tee erkennen. Schwenkt man das Glas und taucht die Nase direkt hinein, dann riecht man auch reife Papayas, unreife Mangos und einige andere exotische Früchte, die ich leider nicht identifizieren kann. Weiter weg vom Glas erhascht man feine Aromen von Vanille und Karamell. Tief im Glas dominieren die Aromen von schwarzem Tee, Anis, Nelken, Zimt und Melassearomen. Fast keinerlei Süße erkennbar. Es riecht wie ein gefärbter Rum aus der Port Mourant Double Vat Still. Allerdings riecht dieser Rum anders als der Rum von Duncan Taylor.


Gaumen: Der Rum brennt sanft am Gaumen und verbreitet seine Pflaumen- und Melassearomen. Nach einiger Zeit erkenne ich auch schwach Anis und schwarzen Tee. Der Rum schmeckt mit 45% nicht zu verwässert. Die Süße ist zuerst angenehm zurückhaltend und verschwindet mit zunehmender Dauer im Mund fast komplett. Sie ist nicht zu dominant. Man schmeckt auch Tabak und altes Leder. Sogar Jod und Karamell kann ich schmecken. Dieser Rum ist für mich eindeutig gefärbt worden. Er schmeckt regelrecht danach. Das Sherry-Finish macht sich durch die Verschwommenen Geschmacksnuancen und der leichten Süße bemerkbar. Noch mehr Wasser und er wäre in meinen Augen zu schwach. So allerdings glänzt der Rum. Allerdings empfand ich den Duncan Taylor einen Tick aromatischer.

Abgang: Zuerst schmeckt man Tabak, Nelken, Zimt und schwarzen Tee. Nach einiger Zeit kommen die Anisaromen, verwoben mit Karamell und Melasse zum Vorschein. Alle Eindrücke verblassen immer mehr, bis nur noch ein Hauch von herben Kräutern und Anis am Gaumen verbleibt. Der Abgang ist eher mittellang. 

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Fazit: Kein perfekter Rum (welcher ist das schon?), aber für die gebotene Trinkstärke ein sehr guter Zeitgenosse. Vergleicht man ihn allerdings direkt mit den Duncan Taylor Uitvlugt Distillery (Port Mourant) 23 YO, welcher ebenfalls 2012 abgefüllt wurde und um die 109€ - 120€ gekostet hatte, dann verliert er leider mit einigen Punkten Abstand. Mehr Prozente bedeuten auch nun einmal mehr Aromen und hiermit auch mehr Geschmack. Allerdings, und das ist der große Pluspunkt dieser Abfüllung von Rum Nation, überfordert dieser Rum den Genießer in keinster Weise. Ein ideales Digestif oder ein kleines Gläschen zum Ausklingen eines anstrengenden Arbeitsalltages oder eines üppigen Mahls. Hier kann der Rum Nation glänzen. Außerdem ist der Duncan Taylor bereits ausverkauft und besitzt kein Sherry-Finish. Dieser Vorteil verflüchtigt sich allerdings immer mehr. Auch diese Abfüllung dürfte bald verschwunden sein. Sein Nachfolger dürfte diesen Platz einnehmen. Laut offiziellen Angaben handelt es sich um einen Jahrgang 1990, welcher 2014 abgefüllt wurde und dennoch nur 23 Jahre hat. Auch soll er ein Oloroso-Sherry Finish genossen haben. Diese Abfüllung hier wäre das Geld wert gewesen oder ist das Geld wert. Allerdings war der Duncan Taylor Uitvlugt Distillery (Port Mourant) 23 YO bei einem Preis von 109€ wenn ich mich noch erinnere. Hier muss man entweder den Rum nation Bonus bezahlen oder man hat Rum Nation das Fass wesentlich teurer verkauft als an Duncan Taylor. 
Dies könnte eine der letzte Gelegenheiten sein einen Rum aus den 1980igern zu bekommen. Ich erwarte keine Massenhaften Neuauflagen sondern nur noch, wenn überhaupt, ein paar wenige Abfüllungen aus dieser Dekade. Die Zukunft gehört den Rums aus den Nuller Jahren des neuen Jahrhunderts. Hier waren schon Rums aus 2002 und 2003 aus der Port Mourant Double Vat Still auf dem Markt. Stimmen die Auskünfte von Herrn Gargano, dann gibt es seit 1996 auch keine Rums mehr aus der Versailles Vat Still, da diese nur noch für den Eigenbedarf verwendet wird und keinen Rum für den Bulk-Handel mehr herstellt,Dies bedeutet, dass das 2005er Batch, aus dem sich auch Plantation bedient hat, ein Port Mourant Jahrgang sein kann. Eine Bestätigung fehlt mir hier allerdings noch. Auch erscheinen mir die Preise der jungen Abfüllungen aus 2002 mehr als ambitioniert. Während ich den preis des Rums aus Schweden verstehen kann (hohe Steuern) ruft der Preis des Silver Seals 2002 mit 12 Jahren nur Kopfschütteln bei mir hervor. Hier möchte wohl jemand den Whisky-Preis-Standard bei Rum einführen. Hierauf kann ich gerne verzichten. Da gönne ich mir lieber die noch billigere Alternative aus dem Hause von Bristol von 1999. Diese hat zwar nur 46% und 14 Jahre auf dem Buckel, besitzt hierfür allerdings ein unschlagbares Preisleistungsverhältnis.
Wenn sie gefärbte Rums aus Guyana mit einem kräftigen Aroma mögen, dann können sie hier beherzt zugreifen. Billiger werden diese Abfüllungen nicht mehr werden fürchte ich. Bei solch alten Rums mag ich diese Preise auch noch einsehen. Für Rums mit der Hälfte des Alters allerdings sehe ich dies nicht ein 80€ und mehr hinzublättern. Natürlich müssen sie dies selbst entscheiden, in was sie ihre hart erarbeiteten Moneten stecken wollen. Ich wünsche Euch alle einen schönen Sonntag!

Marco

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Servus and welcome to B.A.T.! :) 

Again I would like to review a Demerara rum from Guyana. This time it's the bottling Rum Nation Demerara 1989 23 YO. Some of his predecessors, the Rum Nation Demerara Rum 1973 27 YO and the Rum Nation Demerara 1985 23 YO, are already reviewed on this blog. So far, the Italian independent bottler Rum Nation could convince me, when it comes to Demerara rums. Let's see if this bottling is as good as the last one I had.

The Bottling:

What does the vintage 1989 tell us? That it could be a coloured rum from the Port Mourant Double Vat Still. He could be from the same batch as the Duncan Taylor Uitvlugt Distillery (Port Mourant) 23 YO. Both rums were bottled and released in 2012. Also, the Italian independent bottler Moon Import released at least two bottlings from this vintage. I have no knowledge of a batch from the Versailles Single Vat Still in this particular vintage, although I do not know everything and it would be a nice surprise if it is one. An official sherry finish is mentioned on the label. Unfortunately no more information is provided on the label. I've read something about a duration of 8 years on some websites, but there is no official statement to be found, or at least I didn't find it. If this botling is indeed from the same batch as the rum from Duncan Taylor, then it is a coloured rum. Therefore the influence of the sherry finish should not be too extreme. Who knows how many times this sherry cask was previously being use for other spirits. This bottling represents a bygone era. Rums from the 1980's will soon only appear on rare occasions. The probability of getting a bottling from the 1990's, however, is still relatively high. At least higher than the previous decade.

The Port Mourant Double Vat Still was already on the premises of the Uitvlugt distillery in 1989. The Uitvlugt estate is situated on the Demerara west coast and the sugar factory there is still being used. The Port Morant plantation was established bewteen 1802 and 1812 and was at the beginning a cotton plantation. Only later the cultivation was changed to sugar cane and the famous Double Vat Still was acquired. The year 1732 has nothing to do with the plantation itself or its distillery. How DDL comes to this specific year is a mystery to me. But I think 1732 sounds much better in marketing than 1818 for example. That would be almost 80 years less in history and in this in a business, where tradition and history is of much value. Maybe sometimes a bit too much. The founder was Stephen Mourant and according to my recent research, this man died in 1824. The property came into the possession of the Booker Group in the 21st century. In 1955 the factory was closed down due to a rationalization prozess under the rule of Bookers. The Double Vat Still went first to the Albion distillery, before it was finally brought to the Uitvlugt distillery, which was the main plant under the firm of Booker McConnell Limited. In 1976, all companies of the Booker Group in British Guiana were nationalized. So this rum comes from the post-Booker era and was produced before all stills were brought to the Diamond Distillery. Unfortunatley no references about the barrel number or number of bottles are given on the label. While this is little disappointing for a nerd like me, the majority of the buyers would probably not even noticed the information, or the lack of information that is. So much for the bottling and the excursion into the history. Lets see what the rum is capable of. 

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Tasting Rum Nation Demerara Rum 1989 23 YO: 

Price: The price of this rum varies from 110 up to 130 €. You can still buy it. But it will disappear very soon. The newer bottling from 1990 is already in the pipe and the old version has disappeared from the Rum nation website.

Age: The official age is 23 years. The rum was distilled in 1989 in Guyana and bottled in Europe in 2012.

ABV: This time bottling has 45%abv. Not like its predecessor from 1985 , which had "only" 43% vol.

Process of distillation: A look into the crystal ball tells us: Probably one or two Vat stills in conjunction with rectification column.

Colour: The Rum shines in a deep mahogany colour. We already know that the DT was coloured by the manufacturer. The question here is: Is this just the sherry finish or is thid bottling coloured as well?

Viscosity: The rum forms a greasy film on the glass. While most of it is slowly flowing down to the ground some isolated drops are remaining, only moving in slow motion. The rum is good oily.

Nose: Oha. I smell molasses, plums, toffee and a hint of orange. I can also recognize aniseed aromas and flavors of black tea in the background. You can smell mature papayas, unripe mangoes and other exotic fruits that I can't identify. Further away from the glass you can caught fine aromas of vanilla and caramel. Deep in the glass the aromas of black tea, anise, cloves, cinnamon and molasses are domintaing the nose. Almost no noticeable sweetness. It smells like a colored rum from the Port Mourant Double Vat Still. However, this rum smells different than the rum from Duncan Taylor.



Palate: The rum burns gently on the palate and spreads aromas of plum and molasses across the tongue. After some time, I also recognize weak anise and black tea. The rum does not taste watered down to death and this with a strength of 45%. Some styles just can't cope with too much water. This one can. But everything has it's limits. The sweetness is first pleasantly on a low level and disappears almost completely with increasing duration in the mouth. It is not too dominant. I also taste tobacco and old leather. Even iodine and caramel. The rum has clearly been coloured. You can taste it. The sherry finish is noticeable by the vagueness of flavors and the slight sweetness. More water and the rum would be too weak. However, I think the Duncan Taylor was a little bit more powerful and had a lot more flavour components due to the higher amount of alcohol.

Finish: First, you can taste tobacco, cloves, cinnamon and black tea. After some time, the aniseed aromas are coming along with caramel and molasses. All impressions are fading out until only a hint of bitter herbs and anise remains on the palate. The finish is rather medium. 

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Conclusion: It's not a perfect rum (which is?), but for the offered drinking strength a very good one. This bottling would loose with several points in difference in a directly comparison with the Duncan Taylor Uitvlugt Distillery (Port Mourant) 23 YO. It had more flavour in the nose and on the palate as this one can offer. The price was almost equal to this one and ranged in the past from 109€ to 120€. However, this is not really of importance because the bottling from Duncan Taylor is long gone which leaves this Rum almost without a competitor. This bottling from Rum Nation has a big advantage. It does not overwhelm the connoisseur in any way. He is an ideal digestif after a good lunch or dinner. In addition, the Duncan Taylor is already sold out and the bottling had no sherry finish. But these advantages are evaporating very fast more and more because of the fact that these bottling is about to disappear from the market very soon. Maybe his successor will fill the gap. According to official information on the website it is a 1990 vintage that was bottled in 2014 and is also 23 years old. This new bottling appears to have an Oloroso sherry finish. 
Imho this bottling from Rum Nation was worth every cent. This could be one of the last opportunities to get a bottling from the 1980's without paying an absolute ridiculous price. I also don't expect a lot more bottlings from this decade. The future, when it comes to Demerara rums, belongs to the vintages from the 1990's and the noughties. We already had a few new vintages, which were produced with the Port Mourant Double Vat Still, e.g. 2002 and 2003. If the information provided by Mr. Gargano is correct, then the Versailles Single vat Still is further only being used for the production of the El Dorado blends. So no more Versailles rums in the Bulk. This means, if the Information from Plantation is correct as well, the Vintage 2005 could also have been produced with the Port Mourant Still. However, I have no conformation yet. 
I have noticed a slightly increase in price recently. Some of them are really ambitious. Let's just examine the vintage 2002. While I can understand the price of the bottling from Sweden (high taxes) I can't agree with the price tag of the 12 YO Silver Seal bottling with 55%. Either the cask was really expensive or we are looking at the beginning of prices like they are common in the whisky business. I'm not desperate enough to pay this price and will treat myself with the cheap alternative from Bristol Spriits Limited from 1999. Granted it has only 46%abv, but the bottling has an unbeatable price-performance ratio and is also made with the Port Mourant Still.
If your are preferring coloured rums from Guyana with a strong flavour then this bottling could be to your liking. Bottlings like this won't get any cheaper in the future. However, I can fully understand a price above 100€ when it comes to an old rum (20 and more) with a really good maturity. But, for the time being, I will never buy a rum with half the age but nearly the same price, let say 80€ for 10 or 12 years. Rum is not whisky in that regard. Of course it is everyones personal decision what to buy and what not. I wish you all a good Sunday!

Marco