Sonntag, 1. März 2015

Sonntag, 22. Februar 2015

Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 15 YO

(the English version is below ; just skip the German part) 

Wieder einmal willkommen auf B.A.T.

Wieder einmal (wer hätte es gedacht) möchte ich einen Demerara vorstellen. Es handelt sich um eine brandneue Abfüllung, die noch nicht sehr weit verbreitet ist. Sie kommt von Bristol Spirits Limited. Es ist der Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 15 YO. Dieser Jahrgang sollte jedem Liebhaber von Demerara Rums mittlerweile bekannt sein.

Zur Abfüllung & Allgemeines: 

Seine „Vorgänger“ waren der Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 11 YO und der Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 14YO. Beide mit Port Finish. Ersterer wurde 2010 und Letzterer 2013 abgefüllt. Ob diese Abfüllung den Rum aus 2013 ersetzen soll, oder lediglich eine Erweiterung des Portfolios von Bristol Spirits Limited darstellt, ist mir leider nicht bekannt. Der Jahrgang 1999 wurde bereits von A.D. Rattray und Plantation abgefüllt. Viel dürfte dieser Jahrgang vielleicht nicht mehr hergeben. Warum? Plantation stieg schon auf den nächsten Jahrgang um und dieser Abfüller hat mit seinen gesüßten Rums ein breiteres Publikum als richtige Unabhängige Abfüller, die ihren Rums nichts hinzufügen um sie verträglicher zu gestalten. Diesen ungeschriebenen Kodex hat Plantation Rum gebrochen und deswegen fällt er für mich auch aus dieser Kategorie heraus. Mit diesem breiteren Publikum hat Plantation Rum also einen größeren Absatz als andere UAs. Wenn dieser Abfüller also schon umgestiegen ist, dann dürfte 1999 nicht mehr wahnsinnig viel hergeben. Natürlich ist dies nur eine Spekulation meinerseits. Der nächste große Jahrgang aus der Port Mourant Still könnte 2002 sein oder werden. Mezan und TheRumSwedes füllten Rums aus diesem Jahr ab. Auch 2003 scheint Rums aus dieser Still hervorgebracht zu haben. Duncan Taylor und Renegade Rum Company füllten hiervon Rums ab. Allerdings war der Duncan Taylor mehr eine schwächere Version von Port Mourant und überzeugte mich nicht richtig. Es gibt auch noch zwei weitere Jahrgänge in der Pipeline, über die ich aber bisher nur wenig bis nichts weiß und deswegen werde ich sie hier auch nicht erwähnen.

Alle diese genannten Jahrgänge stammen nach 2000, dem Jahr der Schließung der Uitvlugt Distillery. Ein Käufer konnte sich bei Pot Still und Uitvlugt Distillery immer sicher sein, dass es Port Mourant war. Oder etwas präziser ausgedrückt: Der Rum kam aus dieser Still. Mit der Schließung von Enmore und Uitvlugt und der Konzentrierung auf die Diamond Distillery ist diese Gewissheit zwar nicht ganz verschwunden, da die Versailles Still keine Rums mehr für diesen Bulk-Handel herstellt, aber einfacher wird es die Suche nach geeigneten Fässern dennoch nicht gestalten. Es hat den Anschein, dass DDL keine Informationen über die Stile an die Importeure und Käufer in Europa weitergibt. Nur den Brennblasentyp. Ein Beweis oder eine Bestätigung hierfür fehlt mir allerdings noch. Theoretisch verkauft die Diamond Distillery jedes Jahr Rums im Bulk aus dieser Still. Die Frage aber ist: Welcher der Importeure und Warenlagerbesitzer kauft diese wann und legt sie beiseite um sie später den Unabhängigen Abfüllern zu verkaufen? Es dürfte nicht jedes Jahr sein. Dafür war in der Vergangenheit die Nachfrage einfach zu gering. Da sich diese Entwicklung (der Rum muss erst noch reifen / altern) noch ein wenig hinzieht, werden wir erst in einigen Jahren feststellen können, ob hier nun fast jedes Jahr oder mehr gekauft wurde.

Es gab auch noch andere Rums aus dieser Still von Bristol Spirits Limited. Es gab mindestens Rums aus den Jahrgängen 1974, 1975, 1980, 1982, 1985, 1986, 1988 und 1990. Zwischen diesem letzten Jahrgang und dieser Abfüllung liegen 9 Jahre. Zumindest bei diesem Abfüller. Aus den Jahren 1989, 1991, 1992, 1993, 1995, 1997 und 1998 gab es es dennoch Rums aus dieser Still bei Unabhängigen Abfüllern zu kaufen (die 70iger habe ich hier einmal ignoriert). Dies sollte Ihnen verdeutlichen, dass es immer ein paar Jahre gab, in denen man einfach nichts kaufte, da der Bedarf nicht groß genug war. Die Diamond Distillery produzierte aber dennoch diese Rums. Es wurden nur keine beiseite gelegt oder bisher noch nicht von den Importeuren an Abfüller verkauft. Mit dem steigenden Bedarf und den daraus resultierenden Preisen könnte sich dies ändern. Ich betone noch einmal: Es könnte sich etwas ändern. Eine Garantie gibt es hierfür nicht, da Rum für viele Abfüller einfach nur ein Nebenerwerb ist und Whisky die Haupteinnahmequelle darstellt. Lassen wir uns überraschen was die nächsten Monate und Jahre passieren wird. 
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Verkostung Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 15 YO:

Preis: Der Preis rangiert zwischen 65 – 75 € pro 0,7l Flasche, je nachdem wo man diesen Rum einkauft. In Deutschland ist er noch nicht aufgetaucht, aber es dürfte wohl nicht mehr allzu lange dauern bis er auch hier einschlägt.

Alter: Der Rum besitzt ein Alter von ca. 15 Jahren. Ein offizielles Alter findet man allerdings nicht auf dem Label.

Alkoholstärke: Die reguläre Standard-Trinkstärke von 46%vol.. Nichts spektakuläres hier.

Destillationsverfahren: Inoffiziell eine Double Vat Still mit Rektifikationskolonne. Offiziell die Port Mourant Vat Still, die im Grunde genau aus dieser genannten Konstellation besteht.
 
Farbe: Der Rum erstrahlt in dunklen Bernstein mit goldenen und rötlichen Reflexen. Die sichtbare Fassreife verspricht ein interessantes Erlebnis zu werden.

Viskosität: Der Rum bildet fette Schlieren am Glasrand und kleinere Perlen bewegen sich in Slow-Motion-Manier zum Glasboden hinab. Die Zeit scheint stehen zu bleiben. Die Öligkeit ist sehr gut für 15 Jahre. Die Fassreife war sehr ordentlich.

Nase: Der Rum durfte nun an die 20 Minuten atmen. Selbst bei 46% ist die Nase sehr kompakt. Ich rieche viele Dinge auf einmal. Dominante Anisaromen, verwoben mit Eiche und einem schwachen medizinischen Hauch, entschweben dem Glas. Außerdem rieche ich eine feine fruchtige Komponente, bestehend aus überreifen Papayas, Mangos und einer minimal esterhaltigen Nuance. Diese letzte Komponente erscheint nur für sehr kurze Zeit wenn man dem Rum genug Zeit zum Atmen gibt. Die Mangos sind am ehesten zu erkennen, wenn sich die Nase langsam dem Glas annähert. Die Papaya ist am stärksten wenn man tief ins Glas eintaucht. Selbst bei „nur“ 46% ist der Alkohol frisch eingeschenkt am stärksten präsent, verliert seinen Einfluss aber nach einigen Minuten im Glas. Die Nase erinnert mich auch an schwarzen Tee. Ein sehr reifer Rum aus der Port Mourant Still. Ein ganz schwacher Hauch von Kräutern versteckt sich hinter all diesen zuvor geschilderten Gerüchen. Die Eiche dürfte einigen Connaisseuren zu heftig sein, ist für mich aber noch nicht zu extrem.

Gaumen: Der Rum ist sanft und brennt (für mich) fast gar nicht am Gaumen. Ich schmecke schwarzen Tee und wieder diese Anis-Eichen-Aromen Kombination. Nach einigen Sekunden schmecke ich auch Salz und Rauch. Dies sind für mich typische Fassaromen, welche nach einer gewissen zeit das Destillat bereichern und den Rum irgendwann dominieren und verderben. Ich schmecke zudem minimal kräuterige Anklänge. Diese sind ebenfalls vom Fass. Zu Beginn schmeckt man auch eine leichte Fruchtigkeit, die vom Fass und dem Anis der Port Mourant Still beiseite gedrängt und unterdrückt werden. Beim zweiten Schluck brennt der Alkohol nun etwas intensiver. Immer noch dominiert der schwarze Tee, Anis- und Eichenaromen. Ich schmecke nur zu Beginn eine ganz schwache Süße aus dem Weißeichenfass, die nach einigen Sekunden komplett verschwindet. Dafür schmecke ich im Austausch geballte Reife und Port Mourant. Je länger sie den Rum im Mund belassen, desto mehr gewinnt er ein ganz ganz minimal bitteres Profil. Der Rum ist nicht perfekt. Dafür war er gefühlt ein wenig zu lange im Fass. Allerdings ist er in meinen Augen besser als wenn er ein blasser Bursche gewesen wäre, wie der Duncan Taylor Diamond Distillery 2003 10 YO (Fass 72). Auch dieser Rum stammte in meinen Augen aus der Port Mourant Still, hatte aber in meinen Augen nicht genug Reife. Er war nicht schlecht, aber er war auch nicht perfekt. Je nachdem was Ihnen mehr zusagt wäre entweder dieser Rum von Bristol oder der DT eine bessere Wahl. Das müssen sie selbst entscheiden.

Abgang: Der Abgang startet wieder mit den Anis-Eichen-Aromen. Danach kommen Karamell, Toffee und Leder zum Vorschein. Kurz huschen Früchte in Form von Mangos über den Gaumen, verweilen jedoch nicht übermäßig lange. Der Abgang ist weder Süß noch bitter. Allerdings beschleicht mich langsam das Gefühl, dass ein Jahr mehr den Rum ruiniert hätte. Nach vielen Minuten fühle ich mich von den fast verblassten Aromen an ein Kaugummi aus meiner Jugendzeit erinnert. Ich kann es leider nicht besser beschreiben oder in Worte fasse. Diesen Geschmack hatte man nur dann im Mund, wenn man ihn so lange kaute, bis die Süße schon lange verschwunden war und er eigentlich fast gar keinen Geschmack mehr besaß. Strange. 
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Fazit: Greifen sie zu solange es diese Abfüllung noch für einen moderaten Preis gibt. Ich persönlich habe mich eingedeckt. Der Rest liegt bei Ihnen. Er ist wahrlich nicht perfekt und dürfte Connaisseuren nicht gefallen, die gegen zu viel Eichenaromen oder Fasseinfluss in ihrer Spirituosen sind. Ich dagegen mag einen gemäßigten Fasseinfluss und bevorzuge solche Rums gegenüber blassen Destillaten, deren Reife einfach zu gering ist und die Nase und der Gaumen im Vergleich nicht so viel Aromen zu bieten haben, wie ein Rum mit einer „ordentlichen“ Reife. Verstehen sie mich nicht falsch: Verholzte Exemplare sind für mich genauso wenig interessant. Ich bevorzuge die goldene Mitte, von denen unreife und verholzte Exemplare die beiden extremen Grenzfälle darstellen. Ein Pluspunkt dieser Abfüllung: Die gebotene Qualität. Geschmacklich spielt dieser Rum in der Liga des italienischen Abfüllers Velier mit seinen tropisch gereiften Rums. Mit dem Velier Port Mourant 1993 und 1997 hat er große Ähnlichkeit, auch wenn ihm die „Klebstoffnase“ einer Tropenlagerung fehlt und er auf 46% verdünnt wurde. Diese besondere Nase werden sie hier nicht finden. Dafür kann er auf seine eigene Art überzeugen. Ein weiterer Pluspunkt: Der Preis. Auch wenn ich vor kurzem meinen Unmut über den Preisanstieg auf Facebook kund tat, so ist dieser Abfüller aus UK immer noch günstig. Es gibt einfach keine billigere Art an Rums der Port Mourant Stil zu gelangen als über Bristol Spirits Limited. Das mag nun etwas komisch klingen, aber Mr. Barrett ist nicht mehr der Jüngste. Wenn sein Geschäft mit seinem Tod oder Ruhestand in der Zukunft verschwindet, dann weiß ich persönlich nicht, welcher Abfüller diese Lücke zu füllen vermag. Natürlich wünsche ich nicht nur aus diesem Grund Mr. Barrett ein langes Leben. Bitte nicht falsch verstehen. Aber es ist nun einmal eine Binsenweisheit, das alles ein Ende hat. Auch ein noch so tolles Dram ist irgendwann einmal für immer vorbei und alles ist ausgetrunken. Vielleicht wird die Firma weiter bestehen, vielleicht auch nicht. Ich gehe einmal vom schlimmsten Fall aus.
Bei einem Vergleich der Farbe hat dieses Exemplar in etwa dieselbe, wie der Velier Port Mourant 1997, welcher auch 15 Jahre alt ist. Der Velier ist allerdings tropisch gelagert. Das Fass dieses Rums hatte noch sehr viel Aromastoffe in sich und konnte fast denselben Einfluss auf seinen Inhalt in UK ausüben, als es beim Velier in Guyana war. Diese Abfüllung ist bei weitem nicht perfekt. Für einen perfekten Geschmack hätte in meinen Augen der Rum zwei bis drei Jahre das Fass früher verlassen müssen. Es war sehr aktiv. Schlecht ist diese Abfüllung dennoch nicht. Aber ich sage es noch einmal: Die Eiche und das Anis könnte für einige selbst mit 46% zu krass sein. Für mich ist der Fasseinfluss noch nicht zu extrem. Viel hätte denke ich allerdings nicht mehr in diesem Fass gefehlt um ihn zu ruinieren. Ich wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag. 

Marco


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Welcome back to B.A.T. dear readers.

Once again (you may have already guessed it) I want to introduce a Demerara rum. This is a brand new bottling from Bristol Spirits Limited. It is the Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 15 YO. This vintage should be known to every lover of Demerara rums.

The bottling & general stuff: 

His "predecessors" were the Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 11 YO and the Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 14 YO. Both did have port finish. The former was bottled in 2010 and the latter in 2013. This new bottling either replaces the rum from 2013 or is merely an extension of the portfolio of Bristol Spirits Limited. The 1999 vintage was so far also been bottled by AD Rattray and Plantation. There might not be much left of it, though. Why? The bottler Plantation Rum has already switched to a new vintage. With the usage of sugar to open their rums for a wider audience this bottler has broken the unwritten code of adding nothing to a independent bottling. Thereby this bottler is not really a 'independent bottler' like the ones in the whisky business, which do not add anything to the final product. The rums do no longer represent a product of the distillery and have been altered. However, by the usage of sugar this bottler has a bigger customer base than the real independent bottlers. When this bottler is already releasing a new vintage, than the 1999 batch must have been significantly reduced in numbers. Therefore there might not be much left of it. Of course, this is just speculation on my part. The next vintage from the Port Mourant Still is 2002. Mezan and TheRumSwedes bottled rums from this year. Also, 2003 seems to have brought forth a few Port Mourant rums. Duncan Taylor and the Renegade Rum Company (which ceased its activities) did bottle rums from this 2003 vintage. However, the Duncan Taylor Diamond Distillery 2003 10 YO (Cask 71 & 72) were immature and did not really convince me. There are also two other vintages from this still beyond 2003 in the pipeline, which I unfortunately know nothing at the moment and therefore will not be mentioned here any further. 

All of these aforementioned vintages come after 2000. In this year was the closure of the Uitvlugt Distillery. A buyer could always be sure: a Pot Still rum from the Uitvlugt Distillery was made in the Port Mourant Stills. Or to put it more precisely: The Rum came from this Still. It did not identify the style. With the closure of Enmore and Uitvlugt and the concentration of all activities on the Diamond Distillery this assurance is not quite gone, because the Versailles Still makes no more rum for the bulk trade, but it is still not easy to find suitable barrels. It appears that DDL provides no further information regarding the styles to the importers and buyers in Europe. Only the type of distilling equipment is mentioned. However, I have not yet received a proof or confirmation for this yet. I have only one source and a big guess. Theoretically, the Diamond Distillery sold each year rum in the bulk of this Double Vat still. But the question is: Which and when of the importers and warehouse owner buys and stores them for a later trade with the independent bottlers? It might not be every year. For this, the demand was just too low in the past.. This development (the rum from newer vintages has yet to mature) will only be shown in a few years.

There were other rums from the Port Mourant Still bottled by Bristol Spirits Limited. There were at least rums from the vintages 1974, 1975, 1980, 1982, 1985, 1986, 1988 and 1990. Between this last year and this bottling are 9 years. At least this is the case with Bristol Spirits Limited. The following vintages have been bottled by other independent bottlers: 1989, 1991, 1992, 1993, 1995, 1997 and 1998 (the 70s ignored). This should help you to understand that there were always a few years in which no Port Mourant rums were bought for storage since the demand was not big enough to justify it. The Diamond Distillery produced this rum every year. There were either not bought for Europe or have not been released yet. This could change with the increasing demand and the resulting higher prices. I stress again: It could change. There is no guarantee for a change, since rum is only a side business and whisky remains the main income for many of the bottlers. Let's wait what will happen in the next years. 

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Tasting Bristol Classic Rum Port Morant (Mourant) 1999 15 YO:

Price: The price is ranked between 65 - € 75 per 0.7l bottle, depending on where you buy this rum. It is not yet available in Germany, but it should not take much longer before it will appear in this market.

Age: The rum has an age of about 15 years. However, an official age can not be found on the label.

ABV: The regular standard drinking strength of 46% vol .. Nothing special or fancy here.

Process of distillation: Unofficially, a double Vat Still with a rectification column. Officially, the Port Mourant Vat Still, which basically consists of this said constellation.

Colour: The Rum shines in dark amber with golden and reddish hues. The visible barrel maturation promises to be an interesting experience.

Viscosity: The rum forms bold streaks on the glass and smaller pearls are moving down in a slow motion manner. Time seems to stand still. The oiliness is very good for 15 years. The barrel maturation was very neat.

Nose: The rum was now allowed to breathe for at least 20 minutes. Even at 46%, the nose is very compact. I smell a lot of things at once. Dominant aniseed aromas interwoven with oak and a faint medical whiff, are evaporating from the glass. Also, I smell a fine fruity component consisting of over-ripe papaya, mango and a minimal ester-containing nuance. This last component appears only for a very short time if you have given the rum enough time to breathe. The mangoes are most likely to detect when the nose is moved slowly towards the glass. The papaya is strongest when you delve deep into the glass. Even with "only" 46%abv of alcohol is freshly poured into the glass the most present, but loses its influence but after a few minutes in the glass. The nose reminds me of black tea. A very mature rum from the Port Mourant Still. A very faint hint of herbs is hiding behind all those previously mentioned odors. The oak is likely to be extreme for some connoisseurs but I liked it really much.

Palate: The rum is gentle and burns (for me) almost neat on the palate. I taste black tea and this aniseseed-oak-flavour combination again. After a few seconds I even taste some salt and smoke. These are typical barrel flavours which, after a certain time, enrich the distillate and the rum eventually gets dominated by it. I also tasted minimal herbaceous traces. These are also from the barrel. At the beginning you can taste a slight fruitiness, whis is quickly pushed aside and suppressed from the oak and the anise flavour coming from the Port Mourant Still. By the second sip the alcohol now burns a little more intense. Still the black tea, anise and oak flavors are dominating. At the beginning I taste a very slight sweetness from the white oak, which completely disappears after a few seconds. For that I tasted in exchange the maturity and the flavour from Port Mourant. The longer you let the rum circulate in your mouth, the more he gains a very, very minimal bitter profile. The rum is not perfect. I'm getting the feeling, that the rum was a little bit to long in the barrel. However, the rum is better than if he had been a pale boy, like the Duncan Taylor Diamond Distillery 2003 10 YO (Cask 72), imho. This rum was also coming from the Port Mourant Still, but the maturity was almost non-existent. He was not bad, but the rum was also not perfect.

Finish: The finish starts again with the anise-oak flavours. Thereafter, caramel, toffee and leather emerge. For a hort time fruit in the form of mangoes are follwing, but do not dwell excessively long. The finish is neither sweet nor bitter. However, I slowly get the feeling that a year more in the barrel would have ruined the rum. After many minutes I am reminded of chewing gum from my youth by the almost faded out flavors. I can not better describe or summarize it in words. You had this taste only in the mouth when you chew it so long until the sweetness was long gone and he actually had almost no more flavour. Strange. 

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Conclusion: Grab it as long as this bottling is available for a moderate price. Personally, I've stocked up. The rest is up to you. He is certainly not perfect and will not be liked by many connoisseurs who are against too much oak flavors or cask influence in their spirits. I, however, like a moderate barrel influence and prefer those rum against pale distillates whose maturity is just too small and the nose and the palate compared have not as much aromas to offer as a rum with a "proper" maturity. At least for rum. When it comes to whisky I tend to the immature ones. I do not know why it is exactly the opposite there. Do not get me wrong: Too woody rums are a nightmare to me as well. I prefer the 'golden middle' of which immature and woody specimens are representing the two extreme limits. A plus point of this bottling: The quality. The taste let this rum play in the league of the Italian bottler Velier with its tropical matured rums. The Bristol has great similarities with the Velier Port Mourants from 1993 and 1997, but lacks the "glue nose" of a tropical storage and it was diluted to 46%. You will not find this nose in this rum. But he can convince his own way. Another plus: the price. Even though I recently did mention my displeasure with the price increase on Facebook, this bottling is still the cheapest source for Port Mourant rums in a very good quality. There is simply no cheaper way to get a hand on a rum from the Port Mourant style than over Bristol Spirits Limited. That may sound a bit strange, but Mr. Barrett is not the youngest anymore. When his business disappears with his death or retirement in the future, then I do not personally know which bottler may fill the gap. Of course this is not the only reason why I wish Mr. Barrett a very long life. Please do not misunderstand me. But it happens to be a truism that everything has an end. Even such a great dram is eventually emptied and gone forever. Maybe the company will still exist in the future who knows. I am expecting the worst scenario (disappearence).
When comparing the colour of this specimen then I come to the conclusion, that it has almost the same colour as the Velier Port Mourant 1997, which was also 15 YO. The Velier was however stored tropical. The barrel of this rum from Bristol was very active and had still a lot of flavours in it, which it infused into the rum by a storage in the UK, like the Velier got via tropical aging. Different barrel quality but nearly the same drink quality. The storage does matter. This bottling is far from perfect. For a perfect taste the rum should have left the barrel 2 or 3 years ago. The barrel was very active. This bottling is not bad though. But I'll say it again: The Oak and the anise may be to extreme for most of the connoisseurs, even at 46%abv. For me, the barrel influence was not too extreme. But as a buyer you have to decide for yourself in what you should invest your hard earned money. I wish you all a good Sunday and a nice weekend!

Marco

Sonntag, 8. Februar 2015

The Demerara Distilleries 2.0

 (the English post / part is just below)

Anstatt nun noch einmal einen neuen Post zu starten und die alten am Leben zu lassen, habe ich mich stattdessen dazu entschlossen, in diesem Update nur die Links zu den bereits in 2013 und 2014 gestarteten Posts und Seiten zu verweisen, die ich lediglich nur auf den neuesten Stand bringe. Dieses mal gibt es keine Verzögerung: Beide Sprachen (Deutsch und Englisch) kommen zur selben Zeit.

Der Alte Artikel mit der Version 1.0 wurde von ca. 39 Seiten in meiner alten Textdatei auf annähernd 77 Seiten (ohne Anhang) erweitert. Version 1.5 wurde nie von mir veröffentlicht, war aber bereits fertig zum Start und auch übersetzt. Allerdings zwangen mich einige Funde zum Umdenken und zur vollständigen Erweiterung auf Version 2.0. Blogger ist hiermit an seine Grenzen angelangt. Mehr Inhalt und das System schmiert ab und verweigert eine Speicherung. Schließt man das Fenster, dann sind die Daten einfach weg. Deswegen musste ich einige Inhalte herausnehmen und werde diese nach und nach als "Extra-Artikel" posten, wenn ich dies für sinnvoll halte.

Aber genug geredet: Ich wünsche euch mit der überarbeiteten Version viel Vergnügen und einen schönen Sonntag!




Euer Marco
 
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Instead of starting new posts and let the old ones live, I have decided to refer to the already started posts and sites published in 2013 and 2014. By the time you're reading this they have been updated to the new version. And the old content has been removed. This time there is no delay: Both languages (German and English) are being released at the same time.

The old article with the version 1.0 has been extended from approximately 37 pages in my old text file to 73 pages (without attachments). Version 1.5 was never published, but was ready to be released and was also fully translated at the time. However, some finds forced me to rethink the current state and I decided to make full extension to version 2.0. Blogger has hereby reached its limits. More content and the system fries and refuses to save the post or site. If you close the window, then the data is simply gone. That's why I had to remove some content. I will have them released as "optional article" posts, when I consider this to be useful.

But enough chitchat: I wish you much pleasure with the revised version and have a nice Sunday!


Your Marco

Sonntag, 25. Januar 2015

The Rum Cask Guyana Enmore Distillery 24 YO

(the English version is below ; just skip the German part)

Herzlich Willkommen zurück auf BAT.

Ich habe einen weiteren Demerara im letzten Review angekündigt und hier ist er. Es handelt sich um eine weitere Abfüllung des unabhängigen Abfüllers „The Rum Cask“. Diese Abfüllung stammt noch aus der alten Enmore Destillerie. Es ist der TRC Guyana Enmore Distillery 24 YO.

Zur Abfüllung: 

Quelle: thewhiskycask.de
Dieser Rum stammt aus dem Jahrgang 1990. Was sagt uns dieser? Es wurden bereits einige Demeraras aus diesem besagtem Jahr abgefüllt. Darunter waren auch Rums aus der Port Mourant Vat Still, welche unter anderem von den italienischen Abfüllern Moon Import und Samaroli abgefüllt wurden. Aus der alten Enmore Distillery gab es ebenfalls einige Stile aus diesem Jahr. Es gab Rums des Stils V.S.G., dem eigentlichen Versailles-Stil, und des Stils M.E.A., den ich noch nicht ganz einordnen kann. Beide Rums waren als „Pot Still“ Rums deklariert und stammten somit auch aus der Versailes Vat Still, was aber bei V.S.G. ohnehin zu erwarten war. Schon im letzten Review hab ich die Möglichkeiten um den Ursprung von M.E.A .geäußert. Stichfeste Beweise habe ich aber leider keine anzubieten. Zur Erinnerung: Es besteht die Möglichkeit, dass dieser Rum mit der Enmore Coffey Still in Verbindung steht. Rums des Stils V.S.G. aus dem Jahr 1990 wurden unter anderem von Cadenhead und Samaroli abgefüllt. Der Stil M.E.A. wurde von Velier auch aus diesem besagtem Jahr auf den Markt gebracht und ist seit einigen Jahren verschwunden. Es handelte sich um den Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO. Dieser hatte, im Gegensatz zur abgefüllten Mehrheit dieses Abfüllers, eine kontinentale Reifung.
Was könnte dies also nun für ein Stil sein? Jetzt betreiben wir mal etwas Gehirnakrobatik. Der Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 15 YO hatte 72,5% und wurde im Februar 2006 abgefüllt. Einer seiner Vorgänger der Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 10 YO hatte 75,7% und wurde im Dezember 2000 abgefüllt. Dies sind ungefähr 62 Monate Differenz und eine zusätzliche Verdunstung von 3,2%. Diese Abfüllung heute wurde irgendwann 2014 abgefüllt. Der exakte Monat wird leider nicht genannt. Wir ignorieren hier ohnehin schon die unterschiedlichen Eigenschaften des individuellen Fasses und pauschalisieren ohnehin schon, also runden wir mal großzügig auf. Exakt ist diese Rechnung ohnehin nicht. Sie dient nur zur Abschätzung. Das wären, nimmt man den Cadenhead Rum aus 2000 als Basis, 168 Monate mehr. Nimmt man die obige Verdunstungsrate und bricht sie auf einen Monat herunter und multipliziert man das Ergebnis mit diesen 168 Monaten, dann kommt man lediglich auf ca. 8,67% weniger als der Cadenhead aus 2000. Das wären „Pi-Mal-Daumen“ immer noch um die 67,1%. Diese Abfüllung hat aber „nur“ 62,2%. Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO aus März 2008 hatte aber nur noch 61%. Mit 6 weiteren Jahren könnte er theoretisch unter die 60%-Marke kommen. Mit obiger Verdunstungsrate wären dies grob 3,7% weniger, also 57,3%. Beide Rums liegen also 4,9%vol. entfernt von dieser Abfüllung. Diese Rechnung ignoriert natürlich den Lagerort und die Luftfeuchte und ist wirklich nur als eine reine Milchmädchenrechnung anzusehen. Nehmen sie mich hier also bitte nicht beim Wort. Natürlich gibt es immer noch die Möglichkeit eines neuen und unbekannten Stils. Ich hatte gehofft mit diesen Annahmen einen kleinen Hinweis zu bekommen, was um was es sich für einen Stil hier nun handelt. Leider habe ich mich geirrt (Zum Glück bin ich kein Experte). Ich fürchte hier kann uns nur der Rum selbst weiterhelfen. 

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Verkostung The Rum Cask Guyana Enmore Distillery 24 YO: 

Preis: Die 0,5l Flasche kostet 71,90€ (1l = 143,80€). Der theoretische Preis einer 0,7l Flasche wäre bei 100,66€. Das ist für einen 24 Jahre alten kontinentalen Rum ein sehr gutes Schnäppchen.

Alter: Das offizielle Alter beträgt volle 24 Jahre. Der Rum wurde 1990 in Guyana an der Ostküste Demeraras in der Enmore Distillery hergestellt.

Alkoholstärke: Die Trinkstärke beläuft sich auf 62,2%vol. Selbst nach 24 Jahren hat der Rum immer noch eine sehr hohe Trinkstärke. Diese könnte unerfahrene Käufer abschrecken. Auf eine Verdünnung verzichte ich hier einmal. Vielleicht hole ich dies später einmal nach.

Destillationsverfahren: Das offizielle Verfahren ist eine „Pot Still“. In Enmore gab es nur eine Pot Still und diese war die Versailles Single Vat Still (hölzerne Pot Still in Fassbauweise).

Farbe: Der Rum erstrahlt in einem satten Goldton. Nach 24 Jahren ist das ein guter Einfluss. Das Fass war nicht zu aktiv und auch nicht zu ausgelutscht.

Viskosität: Der Rum fließt in fielen Schlieren zurück zum Glasboden und bildet Perlen an der Glaswand. Der Rum ist gut ölig. Zwar ist er weit von anderen Rums entfernt, aber für eine kontinentale Reifung ist diese gut.

Nase: Mhm. Ich rieche dezenten Rauch. Zwar nicht die Qualität eines Lagerfeuers oder die Eruption eines Vulkans mit Ascheauswurf (a la Islay), aber immerhin Rauch. Ein Whisky-Kenner oder „Experte“ wird hier vielleicht eher von „medizinisch“ reden, aber ich bin weder ein Whisky-Kenner noch ein „Experte“. Da ist noch mehr. Ich rieche zarte Aromen von bitteren Orangen, vermischt mit Gewürzen und Kräutern. Auch reife Papayas und andere exotische Früchte, die ich nicht zuordnen kann. Außerdem rieche ich Anisaromen und Eiche. Je weiter weg man die Nase vom Glas entfernt, desto intensiver werden die Kräuter, zu denen sich auch eine leichte Spur Vanille gesellt. Bei den Kräutern muss ich an Bleistiftspäne denken. Allerdings ist das Aroma hier im Glas dezenter als bei einem reifen V.S.G.-Rum. Dieses Aroma-Profil hier kenne ich mittlerweile. Der Rum braucht einige Zeit im Glas bevor er seine volle Wirkung entfaltet. Also nichts für Ungeduldige.

Gaumen: Volle Kräuter und Anisaromen fluten den Gaumen. Durchzogen werden diese Aromen von einem leicht rauchigen (medizinischen) Geschmack. Der Rum brennt sanft am Gaumen und verbreitet sich rasch im gesamten Mundraum. Ein wunderschöner Demerara mit mittlerem Körper. Nach einigen Sekunden machen die Gewürze und ein leicht bitterer Geschmack sich bemerkbar. Zuerst dachte ich eine gewisse Süße zu schmecken, aber diese verschwindet durch das Brennen des Alkohols auf der Zunge sehr rasch. Unter den Gewürzen kann ich neben Anis auch Nelken erkennen. Der Geschmack bleibt die ganze Zeit über minimal rauchig (medizinisch). Er erinnert mich an den Bristol Enmore 12 YO. Allerdings gibt es schon Unterschiede. Dieser Rum hier legt einen kräftigeren Auftritt hin, was aber auch mit der höheren Trinkstärke verbunden ist.

Abgang: Leicht rauchige (medizinische) Anklänge, verwoben mit exotischen Früchten bilden den Anfang des Abgangs. Danach folgen Gewürze und Kräuteraromen. Auch bittere Orangen kann ich erkennen. Danach kommen Anisaromen verstärkt zum Vorschein. Der Abgang besitzt keine Bitterkeit oder Süße. Er ist zum Ende hin ein wenig trocken. Alles in allem ein sehr guter und alter (ungefärbter) Demerara der klassischen Schule. Im Abgang ähnelt der Rum mehr dem Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO als dem Bristol Enmore 12 YO. Ob es allein an der höheren Trinkstärke liegt? Vielleicht liegt es auch an den unterschiedlichen Jahrgängen der Batches (1988 vs. 1990). 

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Fazit: Zuerst die schlechte Nachricht: Es ist kein V.S.G. Rum. Die gute Nachricht: Es handelt sich hier in meinen Augen um einen Rum des Stils M.E.A.. Natürlich kann ich dies nicht beweisen. Dies ist meine rein subjektive Wahrnehmung und mein persönlicher Geschmackssinn, welcher zu diesem Entschluss gekommen ist. Diese Abfüllung steht also in einer Linie mit dem Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO und dürfte aus demselben Batch stammen. Aufgrund der noch immer höheren Trinkstärke war das Fass nicht so aktiv wie es beim Velier der Fall war, oder die Umgebung waren unterschiedlich. Für rund 101€ (0,7l) einen 24 Jahre alten Rum zu bekommen finde ich mehr als günstig. Vor allem wenn man ihn mit den Preisen der jüngeren Generationen nach 2000 vergleicht. Wie schon mehrfach geschrieben wird laut Herr Gargano kein Rum mehr aus der Versailles Still im Bulk verkauft. Dieses Exemplar gehört also zu einer „aussterbenden“ Art und dürfte so und in dieser Form wohl nicht mehr auftauchen. Also keine weitere und neue Jahrgänge. Ich mochte ihn sehr und kann ihn allen Liebhabern der alten Bristol Enmore 12 YO Abfüllungen (selber Stil aber anderer Jahrgang) nur empfehlen. Allerdings kenne ich mindestens einen Connaisseur, der die alten mochte und den diese Abfüllung nicht begeistert hat. Mich allerdings hat sie überzeugt. Wer den Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO kennt und nach einem Ersatz sucht kann hier auch beherzt zugreifen. Wenn sie allerdings unschlüssig sind, dann holen sie sich doch einfach ein Sample, so wie ich es getan habe und entscheiden sie sich nach dem Dram ob sie ihn brauchen oder nicht. Aber ganz egal ob sie ihn brauchen oder ihn nicht mögen: Solche Preise werden wir in der Zukunft seltener zu Gesicht bekommen.
Gerade die Preise der italienischen Abfüller schießen seit kurzem sehr ins Kraut. Auch Samaroli füllte einen Demerara Rum aus 1990 im Jahre 2014 ab. Laut deren Verkostungsnotiz (auf die ich gewöhnlicherweise absolut nichts gebe) hört sich dies ebenfalls nach einen Rum des Stils M.E.A. an. Der Preis dürfte wohl über 100€ liegen und dieser Rum wurde auf 45% verdünnt. Damit gewinnt man mehr Flaschen für den Verkauf. Es wird sogar eine Zahl genannt. Es waren 335 0,7l Flaschen. Ich denke hier kann man den Unterschied deutlich zwischen einem jungen Abfüller und einem Abfüller mit langer Tradition sehen. Nein. Falsch. Ich denke das war falsch formuliert. Ich versuche es mal anders zu umschreiben: Der erste Abfüller ist unbekannt und muss alleine mit Qualität überzeugen. Also nichts zum Sammeln (die Labels finde ich dennoch gut gelungen). Der letztere Abfüller ist bekannt und hat den großen Namen einer Whisky-Legende, die eigentlich nicht mehr im Geschäft ist. Welche Schlüsse sie nun hieraus ziehen überlasse ich Ihnen. Ich persönlich bin aber nicht gewillt mich wie eine gebratene Weihnachtsgans ausnehmen zu lassen. In diesem Sinne: Cheers!

Oh, fast hätte ich es noch vergessen: Das nächste Mal wird es entweder ein Review oder ein „Update“ eines beliebten Artikels geben. Je nachdem ob ich es bis dahin schaffe oder nicht. Ihr dürft gespannt sein. ;-)

Marco

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Welcome back to BAT.

In the last review I have announced another Demerara and here it is. It is a further bottling of the independent bottler "The Rum Cask". This bottling dates back to the old Enmore distillery. It is the TRC Guyana Enmore Distillery 24 YO.

The Bottling: 

Source: thewhiskycask.de
This rum is from the vintage 1990. What does this tell us? There are already some Demeraras bottled from the said year. These included rums from the Port Mourant Vat Still, which were bottled among others by the Italian bottlers Moon Import and Samaroli. There were also some styles from the old Enmore Distillery coming from this year. There were rums of the style VSG, the actual Versailles-style, and the style MEA, which I can not quite identify. Both types of rums were labeled with "Pot Still" and thus came from the Versailes Vat Still, what was to be expected anyway when it comes to VSG. Already in the last review I have mentioned the probability of the origin of MEA. Unfortunatley I have no solid evidence to offer. A reminder: It is possible that this rum is related to the Enmore Coffey Still. Rums of the style VSG from 1990 were also released by other independent bottlers like Cadenhead and Samaroli. The style MEA was also released by Velier which in addition provided the mark to identify the style. There were two bottlings. One from 1988 and one from 1990. The one in question was the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO. Velier is mostly known for his tropical aged rums. This bottling, however, had a continental maturation. 
So what style could this rum possible be? Let us use our brain cells and do a little math by a rule of thumb estimate. The Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 15 YO was bottled at 72.5% in February 2006. One of his predecessor, the Cadenhead Enmore Distillery (Versailles Still) VSG 10 YO, was bottled at 75.7% in December 2000. This is an additional maturation of approximately 62 months and an additional differential evaporation of 3.2%. This bottling from The Rum Cask, however, was eventually filled in 2014. Unfortunately the exact month is not mentioned on the label. We are already ignoring the different casks and their influence on the content due to the individual wood properties and generalize anyway so we generously round up the number of maturation the rum has spent in the cask. This calculation is not exactly anyway. It is only used for an estimation, or sort of 'guesstimation' if I may say so. If we now use the Cadenhead rum from 2000 as reference, then the additional maturation would be something around 168 months. If we now take the above mentioned evaporation rate and breaking it down to one month and multiply the result by 168 then you would get an approximately 8.67% less than the Cadenhead from 2000. That would be round about 67.1%. But this bottling has "only" 62.2%. The Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO from March 2008 was bottled with 61%. With theoretically 6 more years in the cask the alcohol level would be 3.7% less, ie 57.3%. Both rums are coincidentally thus 4.9% vol. away from this bottling. Again: This statement ignores the location of the cask in which it was stored and the humidity there (and the individual cask influence). Of course there is still the possibility of a new and unknown style. I'm afraid but more speculations are do not help us. I thought a rough calculation could give us a little hint but I was wrong (thank god I'm no expert). Let us see if the actual rum will tell us more.

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Tasting The Rum Cask Guyana Enmore Distillery 24 YO:

Price: The 0.5 liter bottle costs € 71.90 (1l = € 143.80). The theoretical price of a 0.7l bottle would be at € 100.66. This is a very good deal for a 24-year-old continental rum.

Age: The official age is 24 years. The rum was produced in Guyana at the East Coast Demeraras in the Enmore Distillery in 1990.

ABV: The drinking strength even after 24 years still amounts to 62.2% vol. This high strength could deter inexperienced and potencial buyers. At the moment I will not perform a dilution of the sample. Maybe I'll do it later.

Process of distillation: The official method is a "pot still". In Enmore there was only one pot still and this was the Versailles Single Vat Still (sometimes called 'wooden pot still').

Colour: The rum shines with a rich golden color. This is a good influence after 24 years. The barrel was neither too active nor to dried up.

Viscosity: The rum flows in streaks back to the glass bottom and is forming pearls on the glass wall. The rum is good oily. Although he is far away from other old rums, but this is good for a continental maturation.

Nose: Mhm. I smell subtle smoke. While not the quality of a campfire (or bonfire) or the eruption of a volcano with ash ejection (a la Islay), but I would still call it still smoke. A whisky connoisseur or "expert" may perhaps rather talk about a "medical" taste, but I am not a whisky connoisseur nor an "expert". There's more. I smell delicate aromas of bitter oranges, mixed with spices and herbs. Also ripe papayas and other exotic fruits, which I can not identify. Also, I smell aniseed aromas and oak. The further the nose is away from the glass, the more intense are the herbs, including a slight hint of vanilla. When I'm talking about herbs then I mean sort of pencil shavings. However, the aroma is mire subtle in glass right now than it would be in a mature VSG-style rum. However, I know this flavour profile. The Rum needs some time in the glass. So not for the impatient.

Palate: Full herbs and aniseed aromas are flooding the mouth. These flavours are accompanied with a slightly smoky (medical) taste. The rum burns gently on the palate and is spreading rapidly throughout the mouth. A beautiful Demerara with a medium body. After a few seconds the spices and a slightly bitter taste are more present. At first I thought to taste some sweetness in the beginning, but it disappears very quickly by the burning of alcohol on the tongue. Among the spices I can also recognize cloves beside the anise. The taste remains minimal smoky (medical) all the time. He reminds me of the Bristol Enmore 12 YO. However, there are differences. This rum here has a stronger presence on the mouth, which is also associated with the higher drinking strength.

Finish: Slightly smoky (medical) notes, interwoven with exotic fruits form the beginning of the finish. This is Followed by spices and herbal aromas. Even some bitter oranges and aniseed aromes are in the mix. The latter are increasing during the seconds. The finish has no bitterness or sweetness. It is a little dry towards the end. All in all a very good and old (uncoloured) Demerara of the old school. In the finish, the rum is more similar to the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO as to the Bristol Enmore 12 YO. Maybe because of the higher drinking strength? Or it's due to the different batches of the different vintages (1988 vs. 1990). 

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Conclusion: First the bad news: This is no VSG Rum Now the good news: This is IMHO a rum of the style MEA. Of course I can not prove it. This is my purely subjective perception and due to my personal (individual) taste, which has come to this decision. This bottling is therefore in line with the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO and is expected to come from the same batch. Due to the still higher drinking strength the barrel was not as active as it was the case with the Velier, or the environment were very different. A 24 Year old single cask rum for around 101€ (0,7l) is a good bargain. Especially when compared with the prices of the younger generations after 2000. According to Mr. Gargano the Versailles Still is used furthermore only for the own El Dorado belnds. No more rums like this are being sold in the bulk. This kind will disappear from the market forever. I do not expect newer vintages with the same kind of mark / style to show up. I liked the rum very much. Its a good sipper, which is not to powerful in its way on the palate to compel or deter a connoisseur. I recommend this bottling to all the 'old guys' who know and loved the old Bristol Enmore 12 YO bottling. However, I know at least one connoisseur who liked the old one from Bristol more and this bottling did not thrill him. I love them both, but the Bristol was more subtle due to the lower drinking strength and it was the 1988 MEA batch which was a little bit different. Everyone who loved the Velier Enmore MEA 1990 Full Proof Old Demerara 18 YO and is looking for an replacement should give this rum at least a try. The shop is selling samples so you don't have to buy a whole bottle if you are not sure about it. This is one reason why I like this shop. They offer at least samples of their own rums & whiskys and you don't have to organize a bottle-sharing in order to obtain a sample. But regardless of whether you like him or not: Such prices will be the minority in the future. 
Especially the prices of some Italian bottlers are really ludicrous. Samaroli did also made a bottling from this vintage of 1990. According to their tasting notes (which I usually don't give any credibility due to the differences of my own taste and a very poor bottling of Samaroli which really disgusted me in the past) sounds like a rum of style MEA. The price will probably be more than 101€ and their bottling was diluted down to 45%. You catch two birds with this move but you have to use only one stone: You will attract more connoisseurs with this lower drinking strength and you will get more bottles because of the added water (its all about math you know). The more bottles the more money you will make. This bottling produced 335 bottles. You can milk more pennies out of your buyers that way, if you know what I mean. I think you can see the differences very good between those two bottlings. One release is from a younger bottler and the other one is from bottler with a tradition in its name. No. That was wrong. I think that sounded incorrectly. I'll try to describe it different: the first bottler is unknown and has to convince solely with quality. The bottles have no value for collectors (although I like the labels). The latter bottler is known and has the great name of a whisky legend, which is, however, no longer in the business (Samaroli sold his company). I leave it up to you, dear readers, what conclusions you will make out of this. I personally as a buyer and not as an “expert” don't want to be used like that. In this sense: Cheers!

Oh, I almost forgot it: The next time there will be either a review or an "update" of a popular article. Depending on whether I can do it by then or not. Stay tuned guys. ;-)

Marco